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Ferienstart im Norden: Das große Chaos ist ausgeblieben | BR24

© dpa/picture-alliance/Carsten Rehder

Bei schönstem Sommerwetter zog es viele Menschen ans Meer wie hier am Timmendorfer Strand in Schleswig-Holstein.

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    Ferienstart im Norden: Das große Chaos ist ausgeblieben

    Die erste Sommer-Reisewelle in Deutschland hat trotz Corona nur geringe Auswirkungen gezeigt. Zwar stießen einige Orte zeitweise an Kapazitätsgrenzen, in anderen Regionen war der Andrang hingegen moderater.

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    Mit dem Beginn der Sommerferien in sechs Bundesländern sind an Deutschlands Küsten deutlich mehr Reisende unterwegs. An der Ostsee - in den Urlaubsorten Scharbeutz und Haffkrug - waren zeitweise die Grenzen für Parkplätze und für den Strand erreicht. Das teilte die Scharbeutzer Bürgermeisterin Bettina Schäfer in einem Facebook-Post mit. "Anreisende Gäste werden nur noch durch unsere Orte durchgeleitet."

    © Facebook

    Die Bürgermeisterin von Scharbeutz, Bettina Schäfer, ruft Urlauber via Facebook dazu auf, sich an die Abstandregeln zu halten.

    Das niedersächsische Nordseebad Dangast war zum Auftakt der Feriensaison ebenfalls gut ausgelastet. Wer mit dem Auto in Richtung Küste unterwegs war, musste mancherorts mehr Zeit einplanen: So kam es zwar etwa am Morgen auf den Autobahnen 1 und 7 zu Verkehrsbehinderungen, wie der ADAC mitteilte. Die ganz großen Staus blieben aber aus.

    In vielen Regionen keine Probleme

    In Mecklenburg-Vorpommern sowie anderen Regionen Deutschlands - etwa in Brandenburg und Baden-Württemberg - rollte der Reiseverkehr weitgehend ohne größere Schwierigkeiten. Auch in Nordrhein-Westfalen und in Sachsen-Anhalt war die Lage vergleichsweise entspannt. In Bayern sei es sogar ausgesprochen ruhig gewesen, teilten die Polizeipräsidien mit. Der Ansturm auf den Autobahnen in Richtung Süden sei vorerst ausgeblieben.

    Einschränkungen für Bewohner aus Hotspots

    In aller Regel können die Deutschen unkompliziert im Inland Urlaub machen - wenn sie nicht gerade aus den nordrhein-westfälischen Kreisen Gütersloh oder Warendorf kommen. Nach dem Corona-Ausbruch in der Fleischfabrik in Rheda-Wiedenbrück haben Bund und Länder sich am Freitagabend auf Einschränkungen für Reisende aus den Corona-Hotspots geeinigt.

    Thüringen schert dabei aber aus: "Wir werden kein Einreise- und kein Beherbergungsverbot erlassen", sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Erfurt.

    Kanzlerin warnt vor Leichtfertigkeit

    Bundeskanzlerin Angela Merkel warnte die Bürger angesichts der weiter bestehenden Gefahren durch das Coronavirus vor leichtsinnigem Verhalten. "Die von dem Virus ausgehende Gefahr ist weiterhin ernst", sagte sie in ihrer wöchentlichen Videobotschaft. Merkel wiederholte explizit ihren Appell vom Anfang der Krise Mitte März: "Nehmen Sie es ernst, denn es ist ernst."

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