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Fehlplanung: Kein Güterverkehr auf Schnelltrasse Berlin-München | BR24

© picture alliance/dpa/ Foto: Jan Woitas

ICE auf der Strecke Berlin-München

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    Fehlplanung: Kein Güterverkehr auf Schnelltrasse Berlin-München

    Die Schnellstrecke zwischen Berlin und München ist offenbar für Güterzüge kaum geeignet. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen hervor, aus der die "SZ" zitiert. Offenbar wurde an der falschen Stelle gespart.

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    Entsprechend sei auf der bei Reisenden beliebten Bahnstrecke noch kein einziger Güterzug unterwegs gewesen.

    70 Güterzüge in beiden Richtungen waren geplant

    Es habe im gesamten letzten Jahr zwei Anmeldungen für Güterzüge gegeben, die durch das Eisenbahnunternehmen laut Verkehrsstaatssekretär Enak Ferlemann jedoch "storniert wurden". Laut Planungen sollten täglich neben 20 ICE-Zugpaaren etwa 70 Güterzüge in beiden Richtungen auf der Route verkehren.

    Am falschen Ende gespart

    Problem des Prestige-Projekts ist laut dem Ministerium, dass aus Kostengründen an vier Signalstellen Steigungen von fast zwei Prozent eingeplant wurden. Aus diesem Grund können diese Stellen nur Züge befahren, die eine maximale Grenzlast von 1.200 Tonnen haben. Schwerere Züge können an diesen Signalen nicht aus eigener Kraft anfahren. Doch Güterzüge sind in der Regel mit 1.600 Tonnen deutlich schwerer als dieses Maximalgewicht. Geringere Gewichtsklassen würden sich aufgrund des hohen Trassenpreises auf der Strecke auch gar nicht lohnen.

    Berlin - München in unter vier Stunden

    Die Schnellstrecke zwischen Berlin und München war 26 Jahre lang für insgesamt rund zehn Milliarden Euro ausgebaut worden. ICE-Züge fahren dort mit einer Höchst­ge­schwin­dig­keit von 300 Stundenkilometern und legen die Strecke in unter vier Stunden zurück.