BR24 Logo
BR24 Logo
Deutschland & Welt

FDP-Vizechefin: "Vorstand wird Lindner Vertrauen aussprechen" | BR24

© Bayern2

FDP-Chef Christian Lindner kündigte eine Sondersitzung des Parteivorstandes an, auf der er die Vertrauensfrage stellen will. Vizechefin Katja Suding ist sich sicher, dass der Bundesvorstand Lindner das vertrauen zusichern wird.

Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

FDP-Vizechefin: "Vorstand wird Lindner Vertrauen aussprechen"

FDP-Chef Christian Lindner kündigte eine Sondersitzung des Parteivorstandes an, auf der er die Vertrauensfrage stellen will. Vizechefin Katja Suding ist sich sicher, dass der Bundesvorstand Lindner das Vertrauen zusichern wird.

Per Mail sharen

Katja Suding hat Thomas Kemmerich für die Annahme der Wahl zum Ministerpräsidenten in Thüringen erneut kritisiert. "Er hätte die Wahl nicht annehmen dürfen", sagte die FDP-Vizevorsitzende im Interview mit der Bayern 2-radioWelt. Wenige Stunden bevor Christian Lindner im Bundesvorstand die Vertrauensfrage stellt, sagte sie:

"Ich gehe davon aus, dass der Bundesvorstand Christian Lindner heute das Vertrauen aussprechen wird. (...) Er hat ja das erreicht, was auch die Kritiker der Thüringer Ereignisse verlangt haben. Nämlich, dass Thomas Kemmerich (...) vom Amt des Ministerpräsidenten zurücktritt. (...) Das ist auf Druck von Christian Linder maßgeblich passiert." Katja Suding

Das sei "notwendig" und "überfällig", so Suding. Deswegen gehe sie auch guten Mutes in die Sondersitzung in Berlin.

FDP-Vizechefin für Neuwahlen in Thüringen

Die FDP-Vizevorsitzende plädierte erneut für Neuwahlen und kritisierte den thüringischen CDU-Chef Mike Mohring, der diese ablehnt. Es komme jetzt auf die CDU an, die sich aber noch ziere und nicht genau wisse, in welche Richtung sie gehen wolle:

"Die CDU in Thüringen, so habe ich das in der Nacht vernommen, möchte ja allen Ernstes auch die Freiheit haben, eigene Anträge durchzubringen, die nur Erfolg haben, wenn sie mit Stimmen der AfD zustande kommen. Und das halte ich für absolut unverzeihlich und ausgeschlossen." Katja Suding

Die CDU in Thüringen hat angekündigt, zunächst die parlamentarischen Möglichkeiten eines Neustarts abzuwägen. Sollte das nicht möglich sein, seien Neuwahlen unausweichlich, hatte CDU-Bundesvorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer betont.