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Fall Yücel: Türkei weist Folter-Vorwürfe zurück | BR24

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Der "Welt"-Korrespondent Yücel ist nach eigenen Angaben während seiner einjährigen Haft in der Türkei gefoltert worden.

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Fall Yücel: Türkei weist Folter-Vorwürfe zurück

Das türkische Außenministerium hat die Folter-Vorwürfe des Journalisten Deniz Yücel zurückgewiesen. Es verwahrte sich gegen eine Ermahnung durch das deutsche Auswärtige Amt - die Stellungnahme sei völlig unbegründet, hieß es aus Ankara.

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Das türkische Außenministerium hat die Folter-Vorwürfe des Journalisten Deniz Yücel von sich gewiesen. Die Vorwürfe seien in der Vergangenheit bereits von dem zuständigen Staatsanwaltschaftsbüro untersucht worden, das entschieden habe, die Sache nicht weiterzuverfolgen, hieß es in einer am Sonntagmorgen veröffentlichten Stellungnahme des türkischen Ministeriumssprechers Hami Aksoy. Seit 2003 gelte das Prinzip von "null Toleranz gegenüber Folter". Die gegenstandslosen Anschuldigungen zielten darauf ab, die Türkei schlechtzumachen.

Yücel: Türkischer Staatspräsident Erdogan für Folter verantwortlich

Yücel hatte am Freitag in dem von der türkischen Justiz gegen ihn angestrengten Prozess ausgesagt, dass er während seiner Haftzeit in der Türkei gefoltert worden sei. Der Journalist machte dafür vor dem Amtsgericht in Berlin Präsident Recep Tayyip Erdogan verantwortlich. In der schriftlichen Fassung der Aussage erwähnt Yücel Schläge, Tritte, Erniedrigungen und Drohungen durch Vollzugsbeamte in seinen ersten Tagen im Hochsicherheitsgefängnis Silivri bei Istanbul.

Türkisches Außenministerium weist Mahnung Deutschlands zurück

Das Auswärtige Amt hatte daraufhin die Regierung in Ankara am Samstag aufgefordert, sich an die Anti-Folterkonvention der Vereinten Nationen zu halten. Sie forderte die türkische Regierung "mit Nachdruck" dazu auf, "sich an die internationalen Standards zu halten, zu denen sie sich selbst verpflichtet hat". Dazu gehörten neben der UN-Konvention auch Verpflichtungen des Europarats zur Verhütung von Folter.

Die Stellungnahme aus dem deutschen Außenministerium sei völlig unbegründet, hieß es in der Erklärung aus Ankara vom Sonntag. Alle Orte in der Türkei, wo Menschen ihre Freiheit genommen sei, könnten "durch internationale Mechanismen überprüft" werden.