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Fahrverbote in Tirol und Salzburg - so reagieren Betroffene | BR24

© ARD

Die österreichische Polizei will von 13. Juli bis 18. August auch in Salzburg auf einer Autobahnlänge von rund 100 Kilometern den Verkehr kontrollieren. Entlang der Tauernautobahn A10 zwischen Puch bis St. Michael darf nicht mehr abgefahren werden.

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Fahrverbote in Tirol und Salzburg - so reagieren Betroffene

Die österreichische Polizei will von 13. Juli bis 18. August auch in Salzburg auf einer Autobahnlänge von rund 100 Kilometern den Verkehr kontrollieren. Entlang der Tauernautobahn A10 zwischen Puch bis St. Michael darf nicht mehr abgefahren werden.

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Mit den Ausweichrouten wird nun nicht mehr allein auf der Inntal- und der Brennerautobahn für durchfahrende Touristen Schluss sein: Die Landesregierung von Salzburg hat sich für die kommenden Ferien-Wochenenden bis Mitte August ähnliches vorgenommen, allerdings in einem deutlich größeren Ausmaß. Auf einer Strecke von rund 100 Kilometern sollen Polizisten Abfahrten kontrollieren und Ortsdurchfahrten sperren.

Viele Autofahrer haben Verständnis

Entlang der Tauernautobahn A10 zwischen Puch, südlich von Salzburg, bis Sankt Michael im Lungau darf nicht mehr abgefahren werden, es sei denn, die Urlaubsorte befinden sich in der Region. Die ausgebremsten Autofahrer haben größtenteils Verständnis für die österreichischen Nachbarn. Dennoch wollen einige, dass geprüft wird, ob das Ganze auch tatsächlich legal ist.

Tirol und Salzburg halten an temporären Fahrverboten weiter fest

Für die Landesregierungen von Tirol und Salzburg gibt es gegenwärtig keinen Gesprächsbedarf über eine Rücknahme der temporären Fahrverbote. Sicherlich könne man sich mit Bundesverkehrsminister Scheuer zusammensetzen, aber eher in Kufstein oder Kiefersfelden, dort, wo die Probleme seien, so Tirols Landeshauptmann Günther Platter am Donnerstagabend im ORF. Aber:

"Ich werde nicht zur Verfügung stehen, wenn darüber debattiert wird, brauchen wir noch die Lkw-Blockabfertigungen oder die Pkw-Fahrverbote. Die bleiben. Ich diskutiere nur dann, wenn inhaltlich tatsächlich etwas weitergeht." Günther Platter, Landeshauptmann Tirol

Die Anwohner freut's

Bei Anwohnern in Kufstein trifft diese Haltung auf ungeteilte Zustimmung. Man müsse an die Anwohner denken und die Deutschen wären ja sicherlich auch nicht begeistert, wenn man immer durch ihre Dörfer fahren würde. Ein Anwohner berichtet, dass er direkt an der Einfahrt wohnt. Oft seien alle Zufahrtsstraßen so verstopft, dass er in der Hauptreisesaison meist nur noch mit dem Fahrrad in die Stadt fahren könne.

Tiroler Landespolizei soll entlastet werden

Tirols Landespolizei ist personell durch die bisherigen Absperrungen entlang der Abfahrten im Bezirk Reutte, Kufstein und um Innsbruck bereits durch die Einsätze an den vergangenen Wochenenden stark belastet worden. Jetzt plant die Landesregierung, private Straßenverkehrskräfte bei den Kontrollen an den Abfahrten einzusetzen. Egon Lorenz von der Bezirkspolizei Reutte begrüßt diese Ankündigung, denn es brauche einen größeren Kräfteeinsatz. Die Landesregierung mache dies, damit die Polizei wieder ihren originären Aufgaben nachgehen könne, so Lorenz.

Weniger Geschäft für Tankstellen und Gasthöfe

Für die Tankstellenbetreiber und Gaststättenbesitzer entlang der abgesperrten Abfahrtsrouten werden die nächsten Ferienwochen alles andere als angenehm: Es dürfte zu erheblichen Einbußen kommen, wenn die Touristenströme nicht mehr durch ihre Ortschaften fahren können.