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Facebook sperrt zehntausende Apps | BR24

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In einem Blogeintrag teilte das soziale Netzwerk mit, die betreffenden Apps hätten möglicherweise Daten der Nutzer missbraucht. Hintergrund ist der Cambridge Analytica Skandal.

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Facebook sperrt zehntausende Apps

In einem Blogeintrag teilte das soziale Netzwerk mit, die betreffenden Apps hätten möglicherweise Daten der Nutzer missbraucht. Hintergrund ist der Cambridge Analytica Skandal.

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Man habe in den vergangenen Monaten zehntausende Apps vorübergehend ausgeschlossen und den Zugriff auf Facebook verweigert, gab das Unternehmen in einem Blogpost bekannt. Die nun gesperrten Apps gehen nach Darstellung von Facebook auf gut 400 Entwickler zurück, die diese Anwendungen programmiert haben.

Zahlen weitaus höher

Die bisher bekannten Zahlen sind demzufolge weitaus höher als ursprünglich bekannt. Im Mai vergangenen Jahres hatte es nach geheißen, dass man 200 Apps ausgeschlossen habe, im August 2018 sollen es 400 gewesen sein.

Cambridge Analytica Nachwehen

Auslöser für die Untersuchung sind die Nachwehen aus dem Cambridge Analytica Skandal. Im Frühjahr vergangenen Jahres war bekannt geworden, dass das britische Unternehmen Cambridge Analytica 87 Millionen Facebook-Nutzer abgegriffen hatte.

In dem heute veröffentlichten Blogpost heißt es, dass die Einstellung so vieler Apps nicht unbedingt ein Hinweis darauf sei, dass diese Apps Nutzerdaten missbraucht hätten. Einige der Apps seien noch nicht veröffentlicht worden, andere wiederum habe man ausgesetzt, weil sie bislang nicht auf die Anfrage des Unternehmens reagiert hätten.

Dubios: "myPersonality"

Facebook habe jedoch einige Apps vollständig gesperrt habe. Unter anderem befindet sich darunter eine App mit dem Namen “myPersonality”. Diese habe sich geweigert, weitere Informationen zur Verfügung zu stellen. Außerdem habe man das südkoreanische Datenanalyseunternehmen, Rankwave, verklagt, weil es sich geweigert habe, an der Untersuchung mitzuarbeiten.

Facebook hat in seinem Blogeintrag nicht mitgeteilt, wie die 400 Entwickler mit Zehntausenden von Apps in Verbindung gebracht werden können.

Zuck auf "Good-Will-Tour" in Washington

Facebook-Chef Zuckerberg war diese Woche in Washington, um bei der Politik gute Stimmung für sein Unternehmen zu machen, das sich Ziel umfangreicher staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen ist. Unter anderem war er mit US-Präsident Donald Trump zusammengetroffen.