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Archiv: Aufräumarbeiten auf einer zerstörten Straße im sächsischen Unterhermsgrün
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Claudia Knöpfle
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Archiv: Aufräumarbeiten auf einer zerstörten Straße im sächsischen Unterhermsgrün

Allein in Deutschland starben im vergangenen Jahr demnach 27 Menschen bei extremen Wetterlagen, die materiellen Schäden summierten sich auf knapp 3,18 Milliarden Euro (3,6 Milliarden US-Dollar).

Deutschland auf Platz 25

Im Langfrist-Index für den gesamten Zeitraum von 1998 bis 2017 lag Deutschland bei den Risiken für Klimaschäden demnach im weltweiten Vergleich auf dem 25. Platz und damit deutlich vor seinen Nachbarn Schweiz (41) und Österreich (51), aber hinter Frankreich, das sogar auf dem 20. Rang landet. "Auch reiche Industriestaaten werden vom Klimawandel immer härter getroffen", erklärte der Germanwatch-Experte David Eckstein.

2017 war schlimmstes Extremwetterjahr

Weltweit war das vergangenen Jahr der Analyse zufolge mit mehr als 11.500 Toten und mehr als 375 Milliarden US-Dollar (mehr als 331 Milliarden Euro) Schäden das verheerendste Extremwetterjahr der jüngeren Geschichte. Dazu trugen Wirbelstürme bei, die die beiden Karibikstaaten Puerto Rico und Dominica verwüsteten. Puerto Rico führte den Risikoindex für das vergangene Jahr an, es folgten Sri Lanka, Dominica und Nepal.

Ärmere Länder am stärksten von Extremwetter betroffen

In der Gesamtbetrachtung seit 1998 leiden weiter vor allem ärmere Länder stark unter den Folgen von Stürmen, Überschwemmungen oder Rekorddürren. Auch der Langfrist-Index wird von dem Inselstaat Puerto Rico angeführt, gefolgt von Honduras, Myanmar, Haiti sowie den Philippinen. Unter den ersten Zehn befindet sich kein Industrieland.

Den Autoren der jährliche Untersuchung zufolge leiden diese Staaten zunehmend aus einer Kombination aus immer stärkeren Unwettern und deren regelmäßiger Wiederkehr. Dies führe im Ergebnis dazu, dass gerade arme Länder kaum Zeit hätten, sich zu erholen, erklärte Germanwatch anlässlich des Beginns der UN-Klimakonferenz im polnischen Kattowitz.

Über 500.000 Todesopfer in 20 Jahren

In den vergangenen 20 Jahren gab es laut Analyse mehr als 11.500 Extremwetterereignisse. Dabei kamen mehr als 526.000 Menschen ums Leben. Die Sachschäden beliefen sich demnach ausgedrückt in sogenannten Kaufkraftparitäten auf 3,5 Billionen US-Dollar (3,1 Billionen Euro)

Daten des Rückversicherers MunichRe dienen als Basis

Der Klima-Risiko-Index erfasst durch Wetterextreme verursachte Schäden und Todesfälle. Diese werden außerdem in Beziehung zu wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit und Einwohnerzahl gesetzt, um eine Rangliste der Betroffenheit zu erstellen. Als Basis nutzt Germanwatch Daten des Rückversicherers Munich Re und des Internationalen Währungsfonds (IWF).

Wetterextreme nicht grundsätzlich auf Klimawandel zurückzuführen

Die Verfasser betonen, dass die Daten keine "einfache Aussage" darüber erlauben, welcher Anteil der Wetterextreme direkt auf den Klimawandel zurückzuführen ist. Es sei auf diese Weise aber möglich, "ein Bild der Verwundbarkeit der Staaten" gegenüber diesen Entwicklungen zu zeichnen.