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Experten: Deutlich mehr Kurzsichtige wegen Smartphones | BR24

© picture-alliance/dpa; Jens Kalaene

Kind mit Smartphone

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    Experten: Deutlich mehr Kurzsichtige wegen Smartphones

    Experten erwarten als Folge der intensiven Smartphone-Nutzung deutlich mehr Kurzsichtige. Sie verwiesen auf eine Vervierfachung der Zahl in asiatischen Metropolen binnen weniger Jahre.

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    Der langjährige Leiter der Höheren Fachschule für Augenoptik in Köln, Wolfgang Wesemann, sagte, aktuell seien hierzulande rund 40 Prozent der Menschen kurzsichtig. "Aber das geht auf jeden Fall weiter", so Wesemann bei der Eröffnung der Optikmesse opti in München.

    Wesemann verwies darauf, dass sich der Anteil Kurzsichtiger in den großen Metropolen Asiens binnen weniger Jahre von 20 auf 80 Prozent erhöht habe. Eine solche rasante Entwicklung ist seiner Auffassung nach auf keinen Fall auf eine genetische Entwicklung zurückzuführen, sondern auf eine Veränderung der Lebensumstände.

    Risikozeitraum zwischen sechstem und 18. Lebensjahr

    Kurzsichtigkeit (Myopie), bei der entfernte Objekte unscharf wahrgenommen werden, ist Folge eines zu starken Längenwachstums des Augapfels vor allem zwischen dem sechstem und dem 18. Lebensjahr, also in dem Alter, in dem so viele kaum von Computer oder Handy wegzubringen sind. Starke Kurzsichtigkeit gilt auch als Risikofaktor für schwere Augenleiden wie Grüner Star oder Netzhautablösung.