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Europol warnt: Verbrecher nutzen Corona-Krise | BR24

© BR/diwafilm GmbH/NDR

Medikamente (Symbolbild).

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    Europol warnt: Verbrecher nutzen Corona-Krise

    Die Kriminalität in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie nimmt schnell zu. Davor warnt die europäische Polizeibehörde Europol. Demnach haben Banden und Verbrecher ihre Methoden schnell den Umständen angepasst.

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    Die Ermittler von Europol waren vor einer schnell steigenden Zahl von Verbrechen mit Bezug zur Corona-Krise. Laut einem Bericht, den die Behörde in Den Haag veröffentlicht hat, stellen sie zunehmend Fälle von Cybercrime, Betrug, Diebstahl und Fälschungen fest.

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    Millionen gefälschte Medikamente sichergestellt

    Der Verkauf von gefälschten Schutzartikeln und Medikamenten sei um ein Vielfaches gestiegen seit Ausbruch der Krise, heißt es etwa. Fälscher würden den Mangel von etwa Schutzmasken oder Desinfektionsgels ausnutzen. Im März waren nach Angaben von Europol bei einem weltweiten Polizeieinsatz in mehr als 90 Ländern unter anderem rund 4,4 Millionen gefälschte Medikamente und etwa 34.000 gefälschte chirurgische Masken sichergestellt worden. Zu den gefälschten Produkten gehörten etwa antivirale Medikamente, das Anti-Malariamittel Chloroquine und Vitaminpräparate.

    Dies sei unakzeptabel, sagte Europol-Direktorin Catherine De Bolle. "Solche kriminellen Aktivitäten während einer Gesundheitskrise sind besonders bedrohlich und können Menschenleben gefährden."

    Auch Cybercrime und Betrug nehmen offenbar zu

    Europol warnt auch davor, dass Cyber-Kriminelle verstärkt die aktuelle Situation ausnutzen. Viele Menschen arbeiteten nun zu Hause und schalteten sich über weniger gut gesicherte Heimcomputer in die Netzwerke von Firmen oder Organisationen.

    Die Polizeibehörde erwartet zudem eine schnelle Zunahme von Betrugsfällen. "Betrüger passen sehr schnell berüchtigte Muster an und beuten Ängste und Sorgen von Opfern während der Krise aus", heißt es in dem Bericht.

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