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Europäischer Datenschutztag: Acht Monate DSGVO | BR24

© BR / Samuel Jackisch

Es ist Europäischer Datenschutztag - der erste im Zeichen der neuen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Vor acht Monaten, Ende Mai 2018, traten die neuen Regeln EU-weit in Kraft. Was haben sie bisher gebracht?

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Europäischer Datenschutztag: Acht Monate DSGVO

Es ist Europäischer Datenschutztag - der erste im Zeichen der neuen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Vor acht Monaten, Ende Mai 2018, traten die neuen Regeln EU-weit in Kraft. Gelegenheit, sich die wichtigsten Punkte noch einmal anzuschauen.

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Den Machern der neuen Regeln ging es vor allem um eines: das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung ins 21. Jahrhundert zu retten. Die Datenschutz-Grundverordnung, die EU-weit seit nunmehr acht Monaten gilt, gibt Bürgerinnen und Bürgern von Lissabon bis Tallinn deutlich mehr Kontrolle über die Datenspur, die sie tagtäglich im Internet hinterlassen. Vereinfacht gesagt: Wer auch immer personenbezogene Informationen sammelt, verarbeitet oder weitergibt, darf das nur noch mit ausdrücklicher Zustimmung des Betroffenen.

Das Recht auf Vergessen

Auch wenn manches schon vorher im deutschen Recht verankert war, einige Bestimmungen der DSGVO waren tatsächlich neu und brachten einen echten Zusatznutzen: So wurde zum Beispiel ein "Recht auf Vergessenwerden" eingeführt. Soll heißen: Firmen, Behörden oder soziale Netzwerke müssen private Daten auf Verlangen vollständig löschen. Verbraucher haben außerdem Anspruch, zu erfahren, was ein Onlinedienst über sie gespeichert hat und wozu.

Leichterer Anbieterwechsel und Warnung vor Hackerangriffen

Standard ist inzwischen auch der digitale "Datenrucksack". Er gibt Nutzern die Möglichkeit, bei einem Anbieterwechsel Kontakte, Fotos oder E-Mails leichter zum neuen Provider mitzunehmen.

Ausgeweitet wurde auch der Schutz vor Hacker-Angriffen auf Handy- oder Bankdaten. Im Ernstfall müssen Unternehmen, die Opfer einer Cyber-Attacke wurden, ihre Kunden unverzüglich warnen.

Es drohen empfindliche Strafen

Bei Verstößen gegen den neuen, strengeren Datenschutz drohen drastische Geldstrafen. So hat der Internetriese Google in Frankreich gerade erst ein 50-Millionen-Euro-Bußgeld kassiert. Die Sorge von Vereinen, Bloggern oder kleinen Handwerksbetrieben vor einer Abmahnwelle, hat sich dagegen bis jetzt als unbegründet erwiesen.