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EU-Sondergesandter: Flüchtlinge in Lipa werden heute umgesiedelt | BR24

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Der EU-Sonderbeauftragte in Bosnien, Johann Sattler, hat eine beheizte Unterkunft für 900 Flüchtlinge im Camp Lipa angekündigt. Er forderte eine Lösung für alle Menschen Vorort. Derzeit seien noch mehrere hundert Menschen unversorgt.

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EU-Sondergesandter: Flüchtlinge in Lipa werden heute umgesiedelt

Der EU-Sonderbeauftragte in Bosnien, Johann Sattler, hat beheizte Unterkünfte für 900 Flüchtlinge im Camp Lipa angekündigt. Die Menschen sollen noch heute umgesiedelt werden. Sattler forderte aber eine Lösung für alle Menschen vor Ort.

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Von
  • Christoph Peerenboom

Der Sonderbeauftragte der EU in Bosnien und Herzegowina, Johann Sattler, hat angekündigt, dass Hunderte Flüchtlinge nach dem Brand im Camp Lipa in Bosnien noch heute in andere Unterkünfte umgesiedelt werden. Im Interview mit der Bayern 2-radioWelt sprach Sattler mit Blick auf die Lage vor Ort von einem "unerträglichen Zustand", immerhin habe die EU aber nach "langen und zähen Verhandlungen erreicht, dass wir eine Lösung finden für 900 Menschen, die momentan noch im Freien in Lipa sind und die heute noch im Laufe des Tages in beheizte Unterkünfte gebracht werden."

Das seien keine Luxusunterkünfte, so Sattler, sondern beheizte Armeezelte, mit allem notwendigen, was man brauche, also etwa Toiletten und Waschmöglichkeiten. Dennoch sind seinen Angaben zufolge rund um Lipa noch mehrere hundert Menschen unversorgt und für diese Leute müsse jetzt eine Lösung gefunden werden

"Die Lage ist nach wie vor inakzeptabel, unerträglich. Wir haben immer noch einige hundert Menschen, die bei Minustemperaturen im Freien schlafen, die keine Toiletten haben." Johann Sattler, Sonderbeauftragte der EU in Bosnien und Herzegowina

Es gehe um den politischen Willen

Für den EU-Sonderbeauftragten für Bosnien und Herzegowina steht fest:

"Ich glaube, dass Problem ist hier vor Ort lösbar. Insgesamt sprechen wir von ca. 8.000 Flüchtlingen, die sich zurzeit in Bosnien und Herzegowina befinden. Und Bosnien ist ein nicht so kleines Land. Es gibt auch große finanzielle Unterstützung [der EU] und insofern geht es hier mehr um den politischen Willen der Verantwortlichen, zu einer Lösung zu kommen." Johann Sattler, Sonderbeauftragte der EU in Bosnien und Herzegowina

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