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EU soll eigene Supercomputer bekommen | BR24

© dpa/pa/Jean-Christophe Bott

The Blue Gene Q Supercomputer

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    EU soll eigene Supercomputer bekommen

    Die EU soll ihre eigenen Supercomputer bekommen. Dazu will sie eine Milliarde Euro investieren. Das geht aus einem Infrastrukturplan hervor, den die EU-Kommission heute präsentiert hat.

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    Der Schritt sei "entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit der EU und ihre Unabhängigkeit in der Datenwirtschaft". "Supercomputer sind der Motor der digitalen Wirtschaft", erklärte der für den digitalen Binnenmarkt zuständige Vize-Präsident der Kommission, Andrus Ansip. "Die EU muss in diesem harten Rennen aufholen, denn wir haben noch keine Supercomputer in der weltweiten Top-Ten-Liste."

    Supercomputer werden benötigt, um die immer größer werdenden Datenmengen zu verarbeiten.

    Noch müssen Wissenschaftler sensible Daten außerhalb der EU verarbeiten

    Der Kommission zufolge können die Hochleistungsrechner in vielen verschiedenen Bereichen zum Einsatz kommen - von der Gesundheitsversorgung über erneuerbare Energien bis hin zur Cybersicherheit.

    Derzeit müssten europäische Wissenschaftler und Unternehmen ihre Daten außerhalb der EU verarbeiten, weil die verfügbaren Rechenzeiten in der EU dafür nicht ausreichten, erklärte die Kommission. Dieser Mangel an Unabhängigkeit sei "ein Risiko für die Privatsphäre, den Datenschutz, Geschäftsgeheimnisse und das Dateneigentum, insbesondere bei sensiblen Anwendungen".

    Supercomputer unverzichtbar für gesellschaftliche Herausforderungen

    Zudem seien Hochleistungsrechner ein "unverzichtbares Werkzeug" für das Verständnis großer wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Herausforderungen - wie etwa die frühe Erkennung von Krankheiten oder die Vorhersage der Zugbahnen von Wirbelstürmen. Konkret will die Kommission für den Aufbau der Supercomputer-Infrastruktur im Rahmen des gemeinsamen Unternehmens EuroHPC Computersysteme anschaffen, die hundert Billiarden Rechenoperationen pro Sekunde ausführen können. Bis zu den Jahren 2022 und 2023 soll zudem die Entwicklung von Systemen in der EU unterstützt werden, die eine Trillion Rechenoperationen pro Sekunde schaffen.