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EU: Schluss mit Amalgam ab 2030 | BR24

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EU Amalgamverbot

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    EU: Schluss mit Amalgam ab 2030

    Die Nebenwirkungen von Amalgam beim Menschen sind umstritten. Die Auswirkung seines wichtigsten Bestandteils - Quecksilber - auf Mensch und Umwelt sind verheerend.

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    Stephan Böse-O`Reilly vom Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin der Universität München hat zu Quecksilbervergiftungen im kleingewerblichen Goldabbau in Asien geforscht. Ergebnis: Manche Menschen haben bei sehr hohen Quecksilberwerten keinerlei Beschwerden und andere mit niedrigen Belastungswerten haben deutliche.

    Der Umweltmediziner sagt dennoch: Die Werte bei Amalgamfüllungen in den Zähnen lägen weit unterhalb der internationalen Grenzwerte - Vergiftungen können ausgeschlossen werden.

    Amalgam und Quecksilberemissionen

    Problematisch ist Zahnamalgam bzw. seine Emissionen aber durchaus für die Umwelt und die Naturkreisläufe.

    Die Auswirkungen zeigte die Katastrophe in der japanischen Küstenstadt Minamata in den 50er Jahren. Durch Quecksilber, das ins Meer eingeleitet wurde, kam es zu schweren Entwicklungsstörungen bei ungeborenen Kindern, vor allem am Gehirn.

    Gelangt Quecksilber ins Wasser, kann es von Kleinstlebewesen aufgenommen werden. Damit kommt es in die Nahrungskette, reichert sich in Meeresfrüchten und Raubfischen an, und landet so beim Menschen.

    Amalgam-Verbot: Teil des Minamata-Abkommens

    Um den Ausstoß von Quecksilber weltweit zu reduzieren, wurde 2013 das internationale Minamata-Abkommen beschlossen. Auch die EU hat es unterzeichnet. Verboten werden sollen Industrieverfahren mit Quecksilber und quecksilberhaltigen Produkten wie Batterien, Energiesparlampen oder eben Dentalamalgam.

    Ziel: Europaweiter Verzicht auf Zahnamalgam

    In Schweden, Norwegen und Dänemark wird Amalgam heute schon nicht mehr benutzt. Amalgam soll schrittweise immer weniger verwendet werden, und spätestens 2030 soll europaweit ganz darauf verzichtet werden.

    Sendung

    Gesundheit!

    Von
    • Marc Strucken
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