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EU sagt Plastikmüll den Kampf an | BR24

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Blutende Schildkröten mit Strohhalmen in der Nase, verendete Fische in Plastiktüten, Müllteppiche vor Traumstränden - das Ausmaß der Verschmutzung unserer Umwelt durch Plastikmüll ist riesig.

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EU sagt Plastikmüll den Kampf an

Blutende Schildkröten mit Strohhalmen in der Nase, verendete Fische in Plastiktüten, Müllteppiche vor Traumstränden - das Ausmaß der Verschmutzung unserer Umwelt durch Plastikmüll ist riesig. Die EU will nun massiv dagegen vorgehen.

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Das Problem ist gewaltig. Und die Zahlen sind es auch. Jedes Jahr landen 30 Millionen Tonnen Plastikmüll im Meer. Flaschen, Tuben, Eimer, Tüten, Verpackungen und und und. 140 Millionen Tonnen treiben inzwischen auf den Ozeanen.

Bald mehr Plastikmüll als Fische

Sie bedecken eine Fläche von der Größe Mitteleuropas. Umweltschützer warnen: Wenn alles so weitergeht wie bisher, dann schwimmt in den Meeren 2050 mehr Plastikmüll als Fisch. Müll, der erst nach Jahrzehnten verrottet – wenn überhaupt.

Die Europäische Union will jetzt kräftig auf die Bremse treten. Plastikbesteck und Plastikteller sollen aus den Regalen verschwinden. Wattestäbchen aus Plastik ebenfalls, Trinkhalme, Rührstäbchen und Becher auch. Außerdem sollen sich die EU-Länder möglichst ehrgeizige Ziele setzen, um Produkte wie Lebensmittelverpackungen aus Plastik oder beschichtete Trinkbecher zu reduzieren. Sogenannte "to-Go-Produkte", die an öffentlichen Plätzen verzehrt, aber meistens nicht richtig entsorgt werden.

Noch keine Einigkeit bei Supermarkt-Tüten für Gemüse und Fleisch

Ob die dünnen Plastiktüten aus den Obst- und Fleischtheken der Supermärkte ebenfalls ganz aus dem Verkehr gezogen werden, wie es der Umweltausschuss des Parlaments verlangt, ist noch offen. Die europäische Volkspartei, zu der auch CDU und CSU gehören, will für diese Tüten lieber Reduktionsziele vereinbaren.

Gelten werden die Verbote vermutlich ab 2021 – wenn sich EU-Kommission, Europaparlament und der Europäische Rat einig sind.