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Corona-Impfung einer Seniorin (in Berlin)

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    EU ordert weitere 500 Millionen Impfstoff-Dosen

    Die EU bestätigt die Bestellung von 300 Millionen Impfdosen des US-Herstellers Moderna. 150 Millionen davon sollen in der zweiten Jahreshälfte zum Einsatz kommen. Schon eher wollen Biontech und Pfizer nachliefern.

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    • BR24 Redaktion

    Nach anhaltender Kritik am Impfstoffmanagement der Europäischen Union bessert die EU-Kommission nach. Wie EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Mittag in Brüssel mitteilte, hat die EU einen Vertrag über bis zu 300 Millionen weitere Impfstoffdosen des US-Herstellers Moderna ausgehandelt.

    Nach Angaben des Unternehmens sollen zunächst 150 Millionen dieser Dosen im dritten und vierten Quartal 2021 geliefert werden.

    Biontech/Pfizer: 75 Millionen bis Juni, 125 Millionen danach

    Schon zuvor hatten die Impfstoffproduzenten Biontech/Pfizer einen Vertrag mit der Europäischen Kommission über die Lieferung weiterer 200 Millionen Dosen ihres Covid-19-Impfstoffs bestätigt. "Mit der neuen Vereinbarung mit der Europäischen Kommission sollten wir jetzt genug Impfstoffdosen liefern können, um mindestens 250 Millionen Europäer vor Ende des Jahres zu impfen", erklärte Pfizer-Chef Albert Bourla.

    Die EU-Kommission hatte den Vertrag nach Angaben eines Sprechers bereits in der vergangenen Woche verabschiedet. Von den zusätzlichen 200 Millionen Impfdosen für 2021 sollen etwa 75 Millionen Dosen im zweiten Quartal ausgeliefert werden.

    Verteilungsmodus der zusätzlichen Lieferungen noch unklar

    Der Moderna-Impfstoff ist eines von drei Vakzinen, die bereits in der EU zugelassen sind. Es handelt sich wie beim Vakzin von Biontech/Pfizer um einen mRNA-Impfstoff. Beide Vakzine verfügen mit rund 90 Prozent über eine etwas höhere Wirksamkeit als das zuletzt ins Gerede gekommene Vakzin des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca.

    Seit dem Start der Impfkampagne in der EU am 27. Dezember gibt es Kritik, dass zu wenig Impfstoff vorhanden sei. Mit der Nachbestellung wächst die Chance, dass sich die Lage schrittweise entspannt. Wie die zusätzlichen Impfstoffdosen innerhalb Europas verteilt werden sollen, wurde noch nicht bekanntgegeben.

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