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EU-Kommission hält Ergebnisse zurück | BR24

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Maisfeld

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    EU-Kommission hält Ergebnisse zurück

    Gesundheitsgefährdend oder nicht - das war die Ausgangsfrage einer Untersuchung zum Pflanzenschutzmittel Glyphosat. Die Studie ist abgeschlossen, doch die Ergebnisse werden zurückgehalten - durch die EU-Kommission. Von Mira Barthelmann

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    Fast jeder konventionelle Landwirt in Bayern nutzt das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat - spritzt es großflächig über seine Felder. Auch für jeder Hobbygärtner kann das Gift problemlos im Gartencenter oder Baumärkten kaufen. 

    Verbot oder Neuzulassung?

    Für Glyphosat endet allerdings nächstes Jahr die europäische Zulassung. Verbraucherschutzorganisationen warnen vor einer Neuzulassung. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BFR) hatte den Auftrag, den Wirkstoff neu zu prüfen. Das Ergebnis soll als Entscheidungshilfe dienen, ob Glyphosat weiter in der EU verwendet werden darf oder nicht. Nun liegt der Bericht vor. Die EU-Kommission weigert sich aber, ihn an die Öffentlichkeit herauszugeben.

    "Die Begründung ist sehr überraschend: Die Europäische Kommission sagt, es gäbe keine überwiegenden, öffentlichen Interessen hier, die das rechtfertigen würden, die Daten freizugeben. Und wir sind der Ansicht, dass die Interessen eigentlich sehr offensichtlich sind. Es gibt internationale Organisationen, wie die Weltgesundheitsorganisation, deren zuständige Kommission sagt: Dieses Mittel ist krebserregend." Christoph Then, Testbiotech e.V.

    Milliardengeschäft mit Glyphosat

    Glyphosat ist weltweit der am meisten verkaufte Unkrautvernichter. Das Mittel soll neben Krebs auch andere Krankheiten auslösen. Der Handel mit Glyphosat beschert der Industrie ein Milliardengeschäft.