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EU-Kommission fordert Suche nach Coronaviren im Abwasser

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EU-Kommission fordert Suche nach Coronaviren im Abwasser

Die EU-Kommission fordert im Kampf gegen die Corona-Pandemie alle Mitgliedstaaten auf, künftig regelmäßig das Abwasser auf Coronaviren zu untersuchen. Eine einfache Methode herauszufinden, wie präsent Virus und Mutanten seien.

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  • BR24 Redaktion

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie sollten die EU-Staaten nach Ansicht der EU-Kommission systematisch das Abwasser auf Coronaviren untersuchen. Denn die Überwachung von Abwasser informiere kostengünstig, schnell und verlässlich über die Verbreitung des Virus und seinen Varianten in der Bevölkerung, sagte EU-Umweltkommissar Virginijus Sinkevicius der "Welt am Sonntag".

Die 27 Staaten sollten "schnellstmöglich effektive Abwasser-Überwachungssysteme einrichten". Diese ließen sich innerhalb von maximal sechs Monaten auf die Beine stellen.

Zwei Stickproben pro Woche

Sinkevicius forderte, dass in Städten und größeren Gemeinden künftig möglichst zwei Stichproben wöchentlich genommen werden. Diese wiederum sollten regelmäßig, vorzugsweise zweimal im Monat, analysiert werden. Die Analyse von Abwasser könne als Frühwarnsystem eingesetzt werden. Wenn das Virus nicht im Abwasser zu finden sei, könne das ein Hinweis darauf sein, dass die untersuchten Gebiete als mit geringem Risiko behaftet angesehen werden können, sagte Sinkevicius.

Auch Drogenkonsum lässt sich im Abwasser nachweisen

Die Untersuchung von Abwasser sei "ein bewährtes Konzept bei der öffentlichen Gesundheitsüberwachung". So nutzen beispielsweise mehrere europäische Metropolen - wie Barcelona - Stichproben von Abwasser, um Erkenntnisse über die Menge und die Art des Drogenkonsums zu gewinnen.

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Die schwäbische Marktgemeinde Meitingen testet derzeit das Abwasser aus Toilettenspülungen von örtlichen Schulen und Kitas auf Rückstände von Corona-Viren. Ziel ist es zu prüfen, ob damit auch frühzeitig Infektionen festgestellt werden können.

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