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EU: Maduro soll Hilfslieferungen nicht länger blockieren | BR24

© dpa-Bildfunk/Leo Alvarez

Krise in Venezuela

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EU: Maduro soll Hilfslieferungen nicht länger blockieren

Die Lage in Venezuela bleibt angespannt. Hilfslieferungen erreichen das Land nicht. Die EU verlangt von Staatschef Maduro, dass er die Lieferungen ins Land lässt und die humanitäre Notlage anerkannt. Alles andere führe zu Eskalation.

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Es scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis die Situation in Venezuela komplett eskaliert: Zusammen mit Tausenden Freiwilligen wollte der selbsternannte venezolanische Übergangspräsident Juan Guaidó die Hilfslieferung, die seit Wochen in dem kolumbianischen Grenzort Cúcuta lagern, nach Venezuela bringen. Aber kein Lastwagen schaffte es über die Grenzbrücken. Zwei Transporter gingen in Flammen auf, die anderen wurden aus Sicherheitsgründen wieder zurückgefahren. Mehrere Menschen wurden bei den Zusammenstößen an der Grenze getötet, Hunderte weitere verletzt.

Auch Kolumbien schließt die Grenzen

Einen weiteren Versuch, die Hilfsgüter nach Venezuela zu bringen, wird es erst einmal nicht geben. Denn nachdem Venezuela die Grenze zum Nachbarland bereits vorgestern geschlossen hat, machte nun auch Kolumbien seinerseits die Übergänge für zwei Tage dicht. Die Migrationsbehörde des Landes teilte mit, bei den Zusammenstößen zwischen Demonstranten und venezolanischen Grenzschützern seien Schäden entstanden, die repariert werden müssten.

Kolumbiens Staatschef Iván Duque besuchte die Grenzbrücke Simón Bolívar bei Cúcuta, um sich selbst ein Bild von der Lage zu machen. Mit Blick auf die von Venezuela verhinderte Hilfslieferung sagte er, die Diktatur des Nachbarlandes habe ihre moralische Niederlage besiegelt.

EU verurteilt Gewalt an der venezolanischen Grenze

Die Europäische Union verurteilte den gewaltsamen Widerstand der venezolanischen Regierung gegen die Hilfstransporte. Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini sprach von besorgniserregenden Berichten und warf Venezuelas Präsident Nicolás Maduro vor, irreguläre, bewaffnete Gruppen eingesetzt zu haben, um Zivilisten und Parlamentarier einzuschüchtern.

In einer gemeinsamen Erklärung der 28 EU-Mitgliedsstaaten ruft Morgherini die venezolanische Regierung auf, Hilfslieferungen ins Land zu lassen. Dass das Maduro-Regime sich weigere, die humanitäre Notlage der Menschen in Venezuela anzuerkennen, führe zu einer Eskalation der Spannungen.

Außenminister Maas fordert Ende der Blockade

Bundesaußenminister Heiko Maas schloss sich dem Appell der EU-Außenbeauftragten an. Über das Auswärtige Amt ließ er mitteilen, die EU stehe bereit zu helfen. Dafür müsse das Maduro-Regime endlich seine Blockade aufgeben.

Nach dem gescheiterten Transport der Hilfsmittel über die Grenze will der selbsternannte Übergangspräsident Guaidó morgen in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá mit US-Vizepräsident Mike Pence und lateinamerikanischen Regierungsvertretern der sogenannten Lima-Gruppe weitere Schritte erörtern.

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