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Astrazeneca-Impfstoff in der EU zugelassen | BR24

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Bildrechte: dpa-Bildfunk/Andrew Matthews

In Bayern ist die SIeben-Tage-Inzidenz weiter gesunken. Doch die Zahlen sinken nur langsam. Zudem besteht die Gefahr, dass sich ansteckendere Varianten des Virus ausbreiten. Seit heute ist ein neuer Impfstoff in der EU zugelassen.

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Astrazeneca-Impfstoff in der EU zugelassen

Der Corona-Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca darf nun auch in der Europäischen Union genutzt werden. Die EU-Kommission erteilte eine Zulassung, wie Kommissionschefin Ursula von der Leyen mitteilte.

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  • BR24 Redaktion

Wie EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Abend per Twitter mitteilte, wurde heute der Impfstoff der Firma Astrazeneca in der EUR zugelassen. Zuvor hatte die europäische Arzneimittelbehörde EMA schon grünes Licht für den Einsatz des Covid-19-Impfstoffs von Astrazeneca gegeben. Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der EMA empfahl eine bedingte Zulassung des Impfstoffs ab 18 Jahren.

Astrazeneca ist dritter zugelassener Impfstoff in der EU

Dies ist der dritte in der Europäischen Union zugelassene Covid-19-Impfstoff nach den Mitteln von Biontech/Pfizer und Moderna. Eine Altersobergrenze nannte die EMA nicht. Die Behörde wies aber darauf hin, dass es noch nicht genügend Daten über die Wirksamkeit des Astrazeneca-Präparats bei älteren Menschen gebe, um zu beurteilen, wie effektiv es bei diesen sei.

Als weltweit erstes Land hatte Großbritannien das Vakzin von Astrazeneca zugelassen. Der Impfstoff erhielt seitdem bereits in einer Reihe anderer Länder eine Notfallgenehmigung, darunter in Indien, Argentinien, Mexiko oder Marokko.

Streit um Impfstoff-Lieferungen zwischen Astrazeneca und EU

Die Europäische Kommission hat einen Kaufvertrag über bis zu 400 Millionen Dosen des Vakzins unterschrieben. Astrazeneca streitet mit der EU-Kommission allerdings über eine angekündigte Kürzung seiner zugesagten Impfstoff-Lieferung. Statt 80 Millionen würden im ersten Quartal 31 Millionen Dosen an die EU zugestellt, was an einem geringeren Ertrag beim Herstellungsprozess liege, erklärte der Konzern vergangene Woche. Die EU-Kommission zeigte sich verärgert und warf Astrazeneca vor, sich nicht an Zusagen zu halten.

Die Engpässe bei Astrazeneca kommen zu einer Zeit, in der sich auch die Lieferung von Vakzinen von Pfizer und Biontech verlangsamt hat. Grund sind dort Umbauten in einem Produktionswerk in Belgien.

Impfstoffstreit: Panne bei Veröffentlichung von Astrazeneca-Vertrag

Der EU-Kommission ist indes bei der Veröffentlichung ihres Rahmenvertrags mit Astrazeneca eine schwere Panne unterlaufen. Die auf Wunsch des Unternehmens geschwärzten Passagen in dem Dokument waren in einer ersten Version über die Lesezeichen-Funktion des Acrobat Reader teilweise lesbar. Es handele sich um einen technischen Fehler, hieß es aus Kommissionskreisen. Die veröffentlichte Version wurde später ersetzt.

Eine Reaktion von Astrazeneca lag zunächst nicht vor. Die Kommission hatte nach dem Streit um die Lieferungen auf Veröffentlichung des Vertrags gedrungen.

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