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Fläschchen des Impfstoffs von Pfizer-BioNTech

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EU-Arzneimittelbehörde empfiehlt Corona-Impfstoff für Kinder

Künftig darf in der EU Kindern ab 12 Jahren der Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer injiziert werden. Die europäische Arzneimittelbehörde (EMA) gab grünes Licht.

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  • BR24 Redaktion

Erstmals hat die europäische Arzneimittelbehörde (EMA) im Kampf gegen Corona einen Impfstoff für Kinder ab zwölf Jahren zugelassen. In einer außerordentlichen Sitzung des Ausschusses für Humanmedizin wurde entschieden, dass der der Stoff von Biontech/Pfizer auch Kindern ab zwölf injiziert werden kann. Die Hersteller hatten Studien vorgelegt, die nach Angaben der EMA die sehr gute Wirksamkeit und gute Verträglichkeit bei dieser Altersgruppe belegen. Die Daten zeigten, dass der Impfstoff sicher sei und die Wirksamkeit vergleichbar oder sogar besser als bei Erwachsenen sei, erklärte EMA-Impfstoffexperte Marco Cavaleri heute auf einer Pressekonferenz. Der Schutz vor einer Covid-19-Erkrankung liege bei 100 Prozent, wie die Studie zeigte. Es gebe keinerlei Anzeichen für schwere Nebenwirkungen, wie die EMA erklärte.

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Die EMA hat den Impfstoff von Biontech/Pfizer für Kinder und Jugendliche zwischen und 12 und 15 Jahren freigegeben.

Bislang durfte Biontech/Pfizer erst ab einem Alter von 16 Jahren verabreicht werden. In Kanada und den USA hatten die Gesundheitsbehörden bereits vor einigen Wochen die Anwendung auch bei Kindern ab zwölf Jahren erlaubt.

Die finale Entscheidung muss nun noch von der Europäischen Kommission gefällt werden. Dies gilt aber als Formsache.

Deutschland: Priorisierung soll am 7. Juni aufgehoben werden

Ursprünglich war die Zulassungsentscheidung erst für Juni erwartet worden, die EMA hatte das Verfahren aber beschleunigt.

Bund und Länder hatten am Donnerstag über die weitere Impfstrategie beraten. Bis zum Ende des Sommers solle jeder und jede ein Impfangebot bekommen – auch 12- bis 16-Jährige. Am 7. Juni soll die Impfpriorisierung bundesweit aufgehoben werden. Für Kinder und Jugendliche soll es allerdings keine eigene Impfkampagne und auch keinen zusätzlichen Impfstoff geben.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat ihrer Skepsis gegenüber einer breit angelegten Impfkampagne bei dieser Altersgruppe bekräftigt. Stiko-Mitglied Martin Terhardt verwies im Bayerischen Rundfunk erneut auf mögliche Impfrisiken für Kinder und Jugendliche, die man eben noch nicht ganz genau kenne.

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