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Ethikrat-Vorsitzender: Trisomie-21-Bluttest als Kassenleistung | BR24

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Vor der Debatte im Bundestag über die strittige Frage des Bluttestes auf Trisomie 21 als Kassenleistung hat sich der Vorsitzende des Ethikrates, Prof. Peter Dabrock, dafür ausgesprochen.

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Ethikrat-Vorsitzender: Trisomie-21-Bluttest als Kassenleistung

Vor der Debatte im Bundestag über die strittige Frage des Bluttestes auf Trisomie 21 als Kassenleistung hat sich der Vorsitzende des Ethikrates, Dabrock, dafür ausgesprochen. Zugleich forderte er eine Diskussion über die Vielfalt menschlichen Lebens.

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"Meine Antwort lautet, dass ich nicht hinreichende Gründe sehe, wenn wir die Fruchtwasseruntersuchung bei Risikoschwangerschaft bezahlen, dass wir dann den Bluttest nicht bezahlen. Also da glaube ich, müssen wir fair sein." Prof. Peter Dabrock, Vorsitzender des Deutschen Ethikrats

Das sagte Dabrock im Interview mit der radioWelt am Morgen auf Bayern 2.

Debatte über die Vielfalt menschlichen Lebens

Zugleich forderte der Theologe auch eine breite Diskussion in der Gesellschaft über die Vielfalt menschlichen Lebens. Er setzt sich dafür ein, die Debatte zu erweitern.

"In welcher Gesellschaft wollen wir leben, wie wollen wir mit Menschen mit Behinderung umgehen, wie inklusiv ist unsere Gesellschaft, wie viel Vielfalt wollen wir?"

"Familien mit Down-Syndrom-Kindern stärken"

Zudem fordert Peter Dabrock eine Stärkung der Familien, die Kinder mit Down-Syndrom bei sich haben, "dass das eine Form des Menschseins ist, die vielleicht nicht den Erwartungen entspricht, aber zum Menschsein dazugehört".

Der Bundestag diskutiert heute über Bluttests, die Trisomien bereits im Mutterleib erkennen können. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will den Test zur Kassenleistung machen.

💡 Was ist Trisomie 21?

Trisomie 21, oder auch oft Down-Syndrom genannt, ist eine unveränderbare genetische Besonderheit: Anstatt der üblichen 23 Chromosomenpaare in menschlichen Zellen weisen die Zellen der Menschen mit Trisomie 21 ein zusätzliches Chromosom auf. Das Chromosom 21 ist bei ihnen dreifach vorhanden. (Erklärt von Andrea Lindner, BR24)