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Ethikkommission stellt in Berlin Ergebnisse vor | BR24

© dpa/picture alliance

Selbstfahrendes Auto auf Autobahn

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    Ethikkommission stellt in Berlin Ergebnisse vor

    Was macht ein selbstfahrendes Auto, wenn ein Unfall unausweichlich ist? Wer darf die gespeicherten Daten verwenden? Mit solchen Fragen hat sich neun Monate lang eine Ethikkommission beschäftigt. Von Tanja Oppelt

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    Für die allermeisten Autofahrer ist hochautomatisiertes Fahren noch nicht Alltag. Aber auf einer Teststrecke auf der A9 zwischen München und Ingolstadt wird es bereits seit zwei Jahren getestet. Fahrer oder Fahrerin dürfen sich zurücklehnen, lesen oder aus dem Fenster schauen.

    Datenschutz und Dilemma-Situationen

    Die selbstfahrenden Autos zeichnen dabei eine Unmenge von Daten auf: wann ist das Auto mit wem wohin gefahren. Diese Daten werden wie im Flugzeug in einer Art Blackbox gespeichert. Aber was passiert nach einem Unfall mit diesen Daten? Wer darf sie bekommen, wer nicht? Mit solchen Fragen zum Datenschutz hat sich die Ethikkommission in den vergangenen neun Monaten beschäftigt.

    Außerdem auch mit so genannten Dilemma-Situationen: Ein Kind läuft über die Straße. Wenn das Auto ausweicht, fährt es in eine Gruppe Menschen auf dem Bürgersteig. Was soll das selbstfahrende Auto tun? Oder darf der Algorhythmus eines Computers überhaupt eine solche Entscheidung treffen? Als Bundesverkehrsminister Dobrindt die Ethikkommission im vergangenen Herbst einsetzte, gab er zwei Grundsätze vor: Der Computer muss bei einem Unfall alles tun, um einen Personenschaden zu vermeiden. Und er darf die Verkehrsteilnehmer nicht nach Größe oder Alter sortieren.

    Wissenschaftler und Experten in der Ethikkomission

    Der ehemalige Verfassungsrichter Udo di Fabio leitet die Ethikkommission zum automatisierten Fahren. Ihr gehören Wissenschaftler und Experten an, unter anderem der ADAC-Chef August Markl und der Augsburger Weihbischof Anton Losinger.