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ESA-Satellit geht Einsteins Theorien nach | BR24

© picture-alliance/dpa; D.Ducros/ESA

Künstlerische Darstellung von "Lisa Pathfinder"

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    ESA-Satellit geht Einsteins Theorien nach

    Die Europäische Weltraumagentur ESA hat ihren neuen Wissenschaftssatelliten "Lisa Pathfinder" gestartet. Mit der Sonde sollen die von Albert Einstein beschriebenen Gravitationswellen erforscht werden.

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    Der Satellit wurde am frühen Morgen (MEZ) mit eintägiger Verspätung mit einer Vega-Trägerrakete vom Weltraumbahnhof Courou in Französisch-Guyana aus in Richtung All gestartet. Mit "Lisa Pathfinder" sollen wesentliche Teile der Technologie eines geplanten Weltraumobservatoriums erprobt werden, das in etwa 20 Jahren in Betrieb gehen soll. 

    Der Krümmung des Raums auf der Spur

    Mit dem 430 Millionen Euro teuren Satelliten "Lisa Pathfinder", der Mitte Februar rund 1,6 Millionen Kilometer von der Erde entfernt an sein Ziel kommen soll, soll eine der zentralen Aussagen von Albert Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie nachgegangen werden. Es geht um die Existenz und den Einfluss sogenannter Gravitations- oder Schwerewellen, eines der am schwersten fassbaren Phänomene der Physik. Dem Physik-Genie zufolge breiten sie sich, ausgehend von Massezentren, mit Lichtgeschwindigkeit im Raum aus und bewirken - dem Begriff nach - dessen Krümmung. Illustriert wird der Effekt bisweilen mit den Wellen, die ein Stein verursacht, wenn man ihn in ein ruhendes Gewässer wirft.