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Erstmals über 30.000 Corona-Neuinfektionen | BR24

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Bildrechte: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Bodo Schackow

Noch vor dem Jahreswechsel soll mit den Impfungen gegen das Coronavirus begonnen werden - die europäischen Behörden den Impfstoff rechtzeitig zulassen.

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Erstmals über 30.000 Corona-Neuinfektionen

Die Zahl der Neuinfektionen hat neuen RKI-Angaben zufolge erstmals die Schwelle von 30.000 überschritten. Aus technischen Gründen seien aus Baden-Württemberg etwa 3.500 Fälle zu wenig übermittelt worden, teilt das Robert-Koch-Institut mit.

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Von
  • BR24 Redaktion

In Deutschland hat es einen neuen Höchststand bei der Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus gegeben.

Die am Donnerstagmorgen vom Robert-Koch-Institut (RKI) veröffentlichte Zahl von 26.923 Neuinfektionen war wegen fehlender Zahlen aus Baden-Württemberg um etwa 3.500 zu niedrig ausgewiesen. Das bestätigte inzwischen das RKI. Mit den fehlenden Zahlen hätte die Zahl der Neuinfektionen binnen 24 Stunden bei etwa 30.400 und damit erstmals über der 30.000er-Marke gelegen.

Fehlende Fälle werden Freitag mit ausgewiesen

Wie eine RKI-Sprecherin sagte, werden die am Donnerstag nicht ausgewiesenen 3.500 Neuinfektionen am Freitag in der Statistik ausgewiesen - damit werden die Freitagszahlen an sich zu hoch sein. Auf die für staatliche Maßnahmen entscheidende 7-Tages-Inzidenz werde die statistische Ungenauigkeit aber keine Auswirkungen haben, da dafür das tatsächliche Meldedatum der Fälle angesetzt werde.

Impfverordnung für Freitag angekündigt

Angesichts der weiter steigenden Zahlen macht die Bundesregierung bei der Impfung Tempo. Begonnen werden soll damit nach Angaben von Gesundheitsminister Jens Spahn direkt nach Weihnachten. Für Freitag kündigte der Minister die Vorlage einer Impfverordnung an. Nach einer aktuellen Umfrage wollen sich 47 Prozent der Bundesbürger so schnell wie möglich impfen lassen.

Dies wäre für eine Herdenimmunität zu wenig. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte am Mittwoch noch davor gewarnt, dass die Einschränkungen noch lange andauern könnten, wenn sich in der Bevölkerung eine zu geringe Impfbereitschaft zeige. Als Schwelle für die Herdenimmunität gilt mindestens 60 Prozent. In der für Freitag angekündigten Impfverordnung soll festgelegt werden, wer in Deutschland zuerst Anspruch auf eine Impfung hat. "Wir starten bei den über 80-Jährigen und denen in Alten- und Pflegeheimen", kündigte Spahn am Donnerstag an.

Zahl der Intensiv-Patienten steigt weiter stark

Gleichzeitig steigt auch die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen weiter an. Inzwischen werden dort 4.856 Menschen nach Corona-Infektionen behandelt - 20 mehr als am Vortag, wie aus dem Tagesreport der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) vom Donnerstag hervorgeht. 57 Prozent von ihnen werden demnach invasiv beatmet. Vor einer Woche hatte die Zahl der Covid-19-Fälle, die auf Intensivstationen behandelt werden, noch bei 4.339 gelegen, am 1. Dezember bei 3.921. Die Zahl freier Intensivbetten für Erwachsene wird im Divi-Tagesreport mit 3.722 beziffert. Als 7-Tage-Notfallreserve werden knapp 10.800 Betten für Erwachsene angegeben.

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