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Erstmals auf dem Wasser | BR24

© Uwe Anspach/dpa

Polizeiboote fahren in Obrigheim auf dem Neckar an der Anlegestelle des Atomkraftwerks vor einem Schubverband, der mit drei Castoren beladen ist.

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    Erstmals auf dem Wasser

    Es ist der erste Transport von Atommüll auf einem Fluss in Deutschland. Am Morgen legte am stillgelegten Kernkraftwerk Obrigheim in Baden-Württemberg ein Spezialschiff mit drei Castoren ab, wie die Polizei in Göppingen mitteilte.

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    Die Behälter mit verbrauchten Brennelementen sind für ein Zwischenlager in Neckarwestheim bestimmt. Bisher verläuft der Transport auf dem Neckar Polizeiangaben zufolge ruhig und planmäßig. Gegner wollen mit Mahnwachen und Versammlungen protestieren.

    Grünes Licht vom Verwaltungsgericht Berlin

    Das Verwaltungsgericht Berlin hatte vergangene Woche den Schiffstransport erlaubt. Das Gericht wies einen Eilantrag der Gemeinde Neckarwestheim gegen die Transportgenehmigung des Bundesamts für kerntechnische Entsorgungssicherheit zurück. Zur Begründung hieß es, das öffentliche Interesse an einem zügigen Rückbau des stillgelegten Atomkraftwerks Obrigheim überwiege die von der Gemeinde vorgetragenen Argumente.

    Weitere Transporte sollen folgen

    Der Energieversorger EnBW plant insgesamt fünf Fahrten mit je drei Castoren von Obrigheim. Damit bringt das Unternehmen insgesamt 342 ausgediente Brennelemente ins rund 50 Kilometer entfernte Neckarwestheim.