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Erster Mai in Paris: Mit Tränengas gegen Randalierer | BR24

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In der französischen Hauptstadt kam es heute zu Ausschreitungen bei den Maidemonstrationen. Die Polizei setzte Tränengas gegen vermummte Demonstranten ein. Auf die Straße gingen Gewerkschaftler, Anarchisten und Anhänger der "Gelbwesten"-Bewegung.

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Erster Mai in Paris: Mit Tränengas gegen Randalierer

Zerstörte Autos, Festnahmen, Verletzte: In Paris hat es am Tag der Arbeit Ausschreitungen gegeben. Randalierer mischten sich unter die Gelbwesten, die sich den Mai-Kundgebungen angeschlossen hatten.

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Bei Kundgebungen zum 1. Mai ist es in Paris zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizisten gekommen. In der Nähe des Bahnhofs Montparnasse setzte die Sicherheitskräfte Tränengas ein, um gewalttätige Demonstranten auseinanderzutreiben.

Die Auseinandersetzungen spielten sich am Rande einer Kundgebung der Gewerkschaften am Tag der Arbeit ab. Augenzeugen berichten, Hunderte Aktivisten - viele maskiert und schwarz gekleidet - hätten sich unter die Demonstranten der Gelbwesten und der Gewerkschaften gemischt. Einige beleidigten demnach die Polizisten, warfen Steine auf sie und zertrümmerten die Scheiben von Autos. Mitglieder des sogenannten "Schwarzen Blocks" hatten dazu aufgerufen, Paris am 1. Mai in die "Hauptstadt des Aufstands" zu verwandeln.

Zahlreiche Menschen abgeführt

Die Pariser Polizei nahm nach eigenen Angaben mindestens 165 Menschen vorläufig fest. Noch ist unklar, wie viele Menschen verletzt wurden. Mindestens ein Demonstrant erlitt laut Augenzeugen eine Kopfverletzung. Die Polizei hatte mit 1000 bis 2000 Randalierern gerechnet. Entsprechend wurden in der Hauptstadt mehr als 7400 Sicherheitskräfte eingesetzt. Die Viertel um den Concorde-Platz und den Prachtboulevard Champs-Elysées wurden abgeriegelt. Entlang der geplanten Demonstrationsroute schlossen Geschäfte, Restaurants und Cafés.

Die sogenannten Gelbwesten, die sonst am Wochenende demonstrieren, schlossen sich in diesem Jahr den traditionellen Maikundgebungen an. Die Behörden hatten vor "radikalen Aktivisten" und Gewaltszenen gewarnt. Die Gelbwesten protestieren seit November gegen die Reformpolitik von Präsident Emmanuel Macron.