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Erster Antrag auf tödliches Medikament | BR24

© picture alliance / chromorange

Tabletten und eine Spritze.

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    Erster Antrag auf tödliches Medikament

    Nach dem Sterbehilfe-Urteil des Bundesverwaltungsgerichts gibt es einen ersten Antrag auf eine tödliche Dosis des entsprechenden Medikaments. Das sagte ein Sprecher des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte dem "Tagesspiegel".

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    Es sei noch "keine Festlegung" getroffen worden, wann darüber entschieden werde. Angaben zu Alter, Geschlecht und Erkrankungen des Antragstellers machte die Behörde aus Rücksicht auf den Patienten nicht.

    Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hatte vor einer Woche ein Recht von schwerstkranken Patienten auf einen selbstbestimmten Tod festgestellt. Der Staat dürfe in "extremen Ausnahmefällen" und bei einer unerträglichen Leidenssituation den Zugang zu einem verschreibungsfähigen Betäubungsmittel nicht verwehren, das einem schwer und unheilbar kranken Patienten eine würdige und schmerzlose Selbsttötung ermögliche.

    Experten bewerteten die Entscheidung als juristisches Neuland. Mediziner, Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) und die katholischen Bischöfe übten Kritik: Der Staat dürfe nicht über Leben und Tod entscheiden, erklärten sie.