Zurück zur Startseite
Deutschland & Welt
Zurück zur Startseite
Deutschland & Welt

Erste Spur nach Todesfällen mit E-Zigaretten | BR24

© Lisa Ducret

Ein Mann raucht eine E-Zigarette

Per Mail sharen
Teilen

    Erste Spur nach Todesfällen mit E-Zigaretten

    In den USA wird nach Hunderten mysteriöser Lungenerkrankungen und zwei Todesfällen nach dem Gebrauch von E-Zigaretten nach den Ursachen gesucht. Nun hat man einen ersten Hinweis auf den vermeintlichen Auslöser - ein aus dem Vitamin E gewonnenes Öl.

    Per Mail sharen
    Teilen

    Nach zwei Todesfällen und mehr als 200 Lungenerkrankungen im möglichen Zusammenhang mit dem Gebrauch von E-Zigaretten in den USA gibt es einem Bericht zufolge eine heiße Spur. Untersuchungen der gerauchten Produkte hätten einen Stoff ausfindig gemacht, der möglicherweise für die Beschwerden verantwortlich sei, berichtete die "Washington Post".

    Öl aus Vitamin E gilt als verdächtig für die Beschwerden

    Die Zeitung berief sich dabei auf interne Kommunikation der Gesundheitsbehörde FDA (Food and Drug Administration) mit Behörden aus den betroffenen Bundesstaaten. Bei dem Stoff, der bei verschiedenen Marken in mehreren der sogenannten Liquids - Flüssigkeiten, die verdampft werden - vorkommt, handele es sich um ein Öl, das aus dem Vitamin E gewonnen werde.

    Dem Bericht zufolge fanden die Ermittler das Vitamin-E-Azetat in Proben von Cannabisprodukten, die die Erkrankten zuvor geraucht hatten. Vitamin E kommt natürlicherweise in verschiedenen Nahrungsmitteln wie Ölen oder Nüssen vor. Wie die "Washington Post" berichtete, kann der Stoff wegen seiner molekularen Struktur beim Einatmen gefährlich werden.

    Behörde FDA reagiert noch verhalten und ermittelt weiter

    In einer Stellungnahme gegenüber der Deutschen Presse-Agentur kommentierte die FDA den Bericht nicht direkt. Sie erklärte, dass mehr Informationen benötigt würden, um die Verbindung zwischen speziellen Produkten oder Substanzen und den gemeldeten Krankheitsfällen besser zu verstehen.

    "Es gibt keine Substanz, einschließlich Vitamin-E-Azetat, die in allen Proben identifiziert wurde", hieß es. Die Zusammensetzung der Stoffe in den Proben, von denen die FDA nun schon mehr als 100 erhalten habe, seien nur ein Stück des Puzzles. Die Untersuchungen gingen weiter.

    Lungenerkrankungen nach Rauchen von E-Zigaretten

    In den USA hatten sich die Meldungen ungeklärter Lungenerkrankungen, die nach dem Konsum von E-Zigaretten auftreten, in den vergangenen Wochen gehäuft. Mehr als 200 Erkrankungen und zwei Todesfälle waren in einer Reihe von Bundesstaaten aufgetreten.

    Die Symptome reichten von Atembeschwerden, Atemnot und Brustschmerzen bis in einigen Fällen zu Magen-Darm-Erkrankungen mit Erbrechen und Durchfall. Viele der Betroffenen hatten Liquids mit dem psychoaktiven Cannabis-Wirkstoff THC konsumiert. In einigen US-Staaten ist der Verkauf von entsprechenden THC-Produkten für medizinische Zwecke erlaubt.