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Erpresserischer Menschenraub und Mord

Vor dem Dresdner Landgericht hat der Prozess um die Entführung und Ermordung der 17-jährigen Annelie-Marie begonnen. Das Mädchen war im vergangenen August beim Spazierengehen im sächsischen Klipphausen mit ihrem Hund verschleppt worden.

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Die 40 und 62 Jahre alten Männer sind wegen erpresserischen Menschenraubs angeklagt, der Jüngere zudem wegen Mordes. Sie sollen die Tochter eines Unternehmers verschleppt und von ihrem Vater 1,2 Millionen Euro Lösegeld gefordert haben. Die Übergabe scheiterte. Der 40-Jährige habe die Gymnasiastin "zur Verdeckung einer anderen Straftat" mit einer Plastiktüte erstickt, so die Anklage. Die Eltern und die ältere Schwester von Anneli-Marie kamen als Nebenkläger ins Gericht. Die Strafkammer wollte sie nach der Anklageverlesung als erste von insgesamt 21 Zeugen befragen.

DNA-Spuren führten zu mutmaßlichen Tätern

Der Fall hatte damals bundesweit für Aufsehen gesorgt. Das Fahrrad des Mädchens war etwa zwei Kilometer vom Haus der Unternehmerfamilie entfernt gefunden worden. DNA-Spuren, die am Fahrrad gesichert wurden, brachten damals den Durchbruch: Ein Abgleich führte zu dem unter anderem wegen Versicherungsbetrugs vorbestraften 40-Jährigen, sein Handy wurde in Bayern geortet, wo er vier Tage nach der Entführung festgenommen wurde. Seinen 62 Jahre alten Kumpan fasste die Polizei in Dresden. Laut Staatsanwaltschaft soll der jüngere Angeklagte die Unternehmertochter zwei Tage nach ihrer Entführung mit einer Plastiktüte erstickt haben.