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Erneute Panne: Maas muss mit Ersatzflieger nach New York | BR24

© dpa-Bildfunk/Kay Nietfeld

Bundesaußenminister Maas musste am Montag mit einer Ersatzmaschine vom Flughafen Tegel aufbrechen.

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    Erneute Panne: Maas muss mit Ersatzflieger nach New York

    Auf dem Weg zu den Vereinten Nationen musste Außenminister Heiko Maas auf ein anderes Flugzeug umsteigen - weil die eigentliche Maschine defekt ist. Es war für den Minister bereits die vierte Panne innerhalb eines halben Jahres.

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    Wegen eines Defekts an einem Luftwaffen-Airbus musste Außenminister Heiko Maas auf eine Ersatzmaschine nach New York umsteigen. Eigentlich sollte der SPD-Politiker am Montagnachmittag mit einem A321 vom militärischen Teil des Flughafens Berlin-Tegel nach New York losfliegen. Stattdessen musste er wegen des Defekts mit einer kleineren Ersatzmaschine etwa eine halbe Stunde später zu seiner viertägigen Nordamerika-Reise, bei der auch ein Besuch der Vereinten Nationen ansteht, aufbrechen. Um welche Art von Defekt es sich handelte, wollte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes auf Anfrage nicht sagen.

    Maas besonders häufig von Flieger-Pannen betroffen

    Die Flugbereitschaft der Bundeswehr war in den vergangenen Monaten immer wieder in den Schlagzeilen. Ende Mai musste Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wegen einer gerissenen Cockpitscheibe auf einen Privatjet umsteigen. Die Bundesregierung hat inzwischen Konsequenzen aus den Pannen gezogen und drei neue Langstreckenmaschinen in Auftrag gegeben.

    Maas hatte zuletzt drei Mal innerhalb weniger Monate wegen Flugzeugpannen Verspätungen hinnehmen müssen. Mitte Mai traf er deshalb mit einer Verspätung von etwa 70 Minuten zu seinem Antrittsbesuch in Bulgarien ein. Ende Februar blieb der Außenminister zum Abschluss einer Afrika-Reise in der malischen Hauptstadt Bamako liegen. 20 Stunden musste Maas dort auf einen Ersatzflieger warten.

    Anfang April hatte er bei der Landung in New York eine Reifenpanne. Er musste mehr er als eine Stunde lang in dem Airbus A340 warten, bis er aussteigen konnte und verpasste deswegen den Auftakt einer informellen Sitzung des UN-Sicherheitsrats. Davor war er fast ein Jahr lang rund 300.000 Kilometer pannenfrei geflogen.

    Außenminister wird auch kanadische Arktis besuchen

    Zum Auftakt seiner Nordamerika-Reise warb Maas für eine Stärkung der internationalen Zusammenarbeit. "Wenn wir nicht vernetzt und global die schwierigen Aufgaben der nächsten Jahre und Jahrzehnte angehen, werden am Ende alle verlieren. Zuerst die Schwächsten – am Ende aber auch die Starken", sagte er am Montag vor seinem Abflug nach New York. "Ohne eine starke globale Ordnung werden wir nicht bestehen."

    Während seiner Reise wird Maas auch Toronto und die kanadische Arktis besuchen. In Pond Inlet, einer Inuit-Siedlung mit nur 1.300 Einwohnern, will er sich über die Folgen des Klimawandels informieren. Durch die Eisschmelze bahnen sich Konflikte zwischen den Anrainerstaaten unter anderem um Rohstoffe an. Maas sagte, der Klimawandel berge erhebliches Konfliktpotenzial. "Um es zu entschärfen, brauchen wir funktionierenden Dialog und gemeinsame Regeln - und zwar jetzt, bevor sich neue Konflikte Bahn brechen."

    "Tabubruch darf kein Dauerzustand werden"

    In New York wird er am Dienstag zunächst an einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats zum Schutz der Zivilbevölkerung in Konflikten teilnehmen. Zivilisten seien tagtäglich Opfer von Gräueltaten und Willkür, sagte der SPD-Politiker. "Die Staatengemeinschaft muss handeln, damit der Tabubruch nicht zum Dauerzustand wird."

    Deutschland ist seit dem 1. Januar für zwei Jahre Mitglied im Sicherheitsrat. Mit seinem Besuch in New York will Maas auch den polnischen Vorsitz unterstützen und die Zusammenarbeit der europäischen Mitglieder des Gremiums stärken.

    Am Nachmittag (Ortszeit) reist der SPD-Politiker nach Kanada weiter, wo er zusammen mit der kanadischen Außenministerin Chrystia Freeland die von ihm initiierte "Allianz der Multilateralisten" voranbringen will. Darin sollen Länder vernetzt werden, die für internationale Zusammenarbeit und gegen nationale Alleingänge einstehen.