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Ermittlungen nach "Ibiza-Video" auch gegen SPÖ und ÖVP | BR24

© dpa

Szene aus dem Ibiza-Video

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    Ermittlungen nach "Ibiza-Video" auch gegen SPÖ und ÖVP

    Im Zuge der Ibiza-Affäre hat die österreichische Staatsanwaltschaft offenbar ihre Ermittlungen ausgeweitet. Es wird geprüft, ob auch die konservative ÖVP und die sozialdemokratische SPÖ illegale Parteispenden erhalten haben.

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    Die österreichische Staatsanwaltschaft ermittelt laut Medienberichten im Zusammenhang mit dem "Ibiza-Video" gegen mehrere Parteien und Unternehmen. Demnach will die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) in Wien herausfinden, ob neben der FPÖ auch die konservative ÖVP und die sozialdemokratische SPÖ über getarnte Vereine Geld erhalten haben. Das geht aus einer "Ermittlungsanordnung" hervor, die der Wochenzeitung Falter zugespielt wurde und von "Süddeutscher Zeitung" und "Spiegel" eingesehen werden konnte.

    Ermittlungsakt sei Verschlusssache

    Die WKStA kommentierte die Berichte am Dienstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur nicht. Bei dem gesamten Ermittlungsakt handele es sich um eine Verschlusssache. Das "Ibiza-Video" war am 17. Mai von "Spiegel" und "Süddeutscher Zeitung" veröffentlicht worden und hatte zum Ende der rechtskonservativen Regierung von Österreichs Kanzler Sebastian Kurz geführt.

    Heimliche Parteispenden

    In dem Video spricht Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache mit einer vermeintlichen russischen Oligarchen-Nichte unter anderem über verdeckte Parteispenden. Dabei behauptet Strache auch, dass einige wichtige Unternehmen über verdeckte Vereine heimlich große Summen an Parteien gespendet hätten. Die Unternehmen dementierten das, auch Strache sagte nach der Veröffentlichung des Videos, dass er damit nur habe prahlen wollen.

    Neben Parteien auch Firmen im Visier

    Laut den neuen Medienberichten ermittelt die WKStA nun auch gegen Verantwortliche von drei Firmen. Strache selbst nannte in dem Video den Waffenhersteller Gaston Glock, den Investor René Benko und die Glücksspielfirma Novomatic.