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Ermittler stufen Massaker von El Paso als Terrorakt ein | BR24

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In einem Einkaufszentrum in El Paso (Texas) tötete ein Mann mindestens 20 Menschen. Stunden später gab es bei einem Angriff in Ohio mindestens 10 Tote.

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Ermittler stufen Massaker von El Paso als Terrorakt ein

Dem Täter droht die Todesstrafe: Die US-Justiz betrachtet den Schusswaffenangriff mit 20 Toten im texanischen El Paso als inländischen Terrorismus. Das Motiv war wohl Hass auf Latinos. Die Hintergründe des Massakers von Dayton sind indes noch unklar.

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Die US-Justizbehörden betrachten den Schusswaffenangriff von El Paso als "Terrorakt". Als Fall von "inländischem Terrorismus" werde die Tat betrachtet, sagte Staatsanwalt John Bash in der texanischen Stadt. Die juristische Definition von inländischem Terrorismus treffe zu.

Er stehe in engem Kontakt mit US-Justizminister Bill Barr, sagte Bash weiter. Derzeit liefen "methodische und sorgfältige Ermittlungen", die auf eine Anklage wegen "Hassverbrechens" hinauslaufen könnten sowie auf eine Anklage wegen Schusswaffengebrauchs.

"Wir werden die Todesstrafe fordern", fügte der Bezirksstaatsanwalt von El Paso, Jaime Esparza, hinzu.

20 Tote und 27 Verletzte in El Paso

Der mutmaßliche Schütze, ein 21-Jähriger aus dem texanischen Allen, hatte am Samstag das Feuer in einem Walmart-Einkaufszentrum eröffnet. Laut Zeugen feuerte der Schütze wahllos auf seine Opfer.

20 Menschen wurden getötet und 27 weitere verletzt. Ein vom mutmaßlichen Täter verfasstes Online-Manifest weise auf ein mögliches "Hassverbrechen" hin, sagte der Polizeichef von El Paso, Greg Allen. In dem Pamphlet soll er vor dem Zuzug von Lateinamerikanern gewarnt haben.

Zehn Tote bei weiterem Massaker in Dayton

Rund 13 Stunden nach dem Angriff von El Paso tötete ein Mann in Dayton im Bundesstaat Ohio neun Menschen, bevor er von der Polizei erschossen wurde. Die Tat ereignete sich nach Polizeiangaben auf offener Straße im beliebten Ausgehviertel Oregon. Das Motiv des Mannes ist unklar. Unter den Opfern war nach Polizeiangaben auch die 22 Jahre alte Schwester des Verdächtigen.

Trump verurteilt die Schusswaffenangriffe

US-Präsident Donald Trump ordnete an, im Gedenken an die Opfer der beiden Schusswaffenangriffe die Flaggen auf offiziellen Gebäuden fünf Tage lang auf Halbmast zu setzen. "Wir verurteilen diese hasserfüllten und feigen Taten", hieß es in einer Mitteilung des Weißen Hauses.

Die Nation trauere mit den Angehörigen der Opfer "und wir teilen den Schmerz und das Leid derjenigen, die bei diesen zwei sinnlosen Angriffen verletzt wurden".