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"Er hat gewonnen, weil..." - Verwirrung um Trump-Tweet | BR24

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US-Präsident Donald Trump hat schnell den Eindruck zurückgewiesen, er räume widerwillig seine Wahlniederlage gegen Joe Biden ein. "Er hat nur in den Augen der Fake-News-Medien gewonnen. Ich gestehe gar nichts ein!", schrieb Trump bei Twitter.

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"Er hat gewonnen, weil..." - Verwirrung um Trump-Tweet

Der abgewählte US-Präsident Donald Trump hat auf Twitter kurzzeitig den Eindruck erweckt, er räume widerwillig seine Niederlage gegen Joe Biden ein. Die Klarstellung folgte rasch: "Ich gestehe gar nichts ein!"

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Donald Trump hat zum ersten Mal zugegeben, dass Joe Biden die Wahl gewonnen hat - allerdings gepaart mit seinem üblichen Vorwurf der Wahlfälschung. "Er hat gewonnen, weil die Wahl manipuliert war", twitterte der Präsident.

Trump schickte dann, weil ihm offenbar die Bedeutung des Satzes aufgegangen war, weitere Tweets hinterher. "Wir werden gewinnen", schrieb Trump etwa, und: "Er hat allein in den Augen der Fake-News-Medien gewonnen. Ich gestehe gar nichts ein." Man habe noch einen langen Weg vor sich, so der Präsident. Trump wiederholte seine falschen Behauptungen, dass etwa keine Wahlbeobachter zugelassen gewesen seien.

Trumps Klagen bisher alle abgewiesen

Trumps Anwälte führen diverse Klagen im mehreren Bundesstaaten, konnten bisher aber keine überzeugenden Belege für Wahlfälschungen vorlegen. Gestern hatte Trump angekündigt, sein Anwalt Rudy Guiliani werde sich von nun an um den Rechtsstreit kümmern. Es gibt allerdings weiterhin keine Beweise für Wahlbetrug. Die Mehrheit der republikanischen Partei steht weiterhin hinter Trump oder kritisiert sein Vorgehen zumindest nicht.

Biden kommt nach der Wahl nach Berechnungen von US-Medien auf 306 Stimmen von Wahlleuten, während für einen Sieg 270 notwendig sind. Sein Vorsprung gilt aus ausreichend, um Neuauszählungen und auch einem Teilerfolg bisheriger Trump-Klagen standzuhalten.

Trump-Fans protestieren in Washington

In Washington hatten sich am Samstag Tausende Anhänger von US-Präsident Donald Trump versammelt, um gegen dessen Abwahl zu protestieren. Die Demonstranten forderten trotz des Wahlsiegs des demokratischen Herausforderers Joe Biden "vier weitere Jahre" für Trump im Weißen Haus und prangerten einen angeblichen Wahlbetrug an.

Trump selbst ließ sich mit seiner gepanzerten Präsidenten-Limousine an den Demonstranten vorbeifahren und winkte ihnen durchs Fenster zu. Sie empfingen ihn mit lautem Jubel. Der Präsident fuhr anschließend zum Golfen weiter.

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