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Entwicklungsminister Müller will Sofort-Verbot von Plastiktüten | BR24

© dpa-Bildfunk/Rafiq Maqbool

Ein Mann sammelt in Mumbai Plastik und andere wiederverwertbare Materialen an der von Plastiktüten und sonstigen Müll übersäten Küste des Meeres.

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    Entwicklungsminister Müller will Sofort-Verbot von Plastiktüten

    Im Kampf gegen Plastikmüll fordert Bundesentwicklungsminister Gerd Müller ein sofortiges Verbot von Plastiktüten. "Das Verbot von Plastik-Strohhalmen genügt nicht, Deutschland sollte nicht auf Europa warten und Einweg-Plastiktüten sofort verbieten".

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    Im Kampf gegen Plastikmüll hat Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) ein sofortiges Verbot von Plastiktüten gefordert. Es genüge nicht, Plastik-Strohhalme zu verbieten, erklärte er in der "Augsburger Allgemeinen" Zeitung. Deutschland solle mit beim Verbot von Einweg-Plastiktüten nicht auf Europa warten, sondern selbst handeln.

    "Wenn wir so weiter machen, versinken wir im Müll." Gerd Müller

    Müll werde ebenso zur globalen Überlebensfrage wie der Klimawandel. Der Minister verwies auf afrikanische Länder, die bereits Plastiktüten verboten hätten.

    "Was Ruanda, Kenia und Uganda können, müssen wir auch schaffen. Es kann nicht unser Ziel sein, den Müll nun einfach in andere Länder wie Malaysia zu schicken." Gerd Müller

    Müller hatte sich in der Vergangenheit zudem offen für eine Plastiksteuer gezeigt.

    Deutsche Plastikmüll-Exporte nach Fernost

    Die Zahl der verbrauchten Plastiktüten geht stark zurück, seit der Handel dafür - freiwillig - Geld nimmt. Weiterhin kostenlos sind die dünnen Beutel für Obst oder Gemüse.

    Die Bundesregierung will erreichen, dass nur noch sortierter und gut recycelbarer Kunststoffabfall ins Ausland verkauft werden darf. Hintergrund sind Berichte über Plastikvermüllung in Ländern wie Malaysia oder Indonesien, in die auch deutsche Unternehmen Abfall exportieren. Die EU will zudem Einweg-Produkte wie Plastik-Strohhalme verbieten.

    Verbot von Wegwerf-Plastik in Mexiko

    Auch in Mexiko-Stadt dürfen ab Ende nächsten Jahres keine Einweg-Plastiktüten mehr verkauft werden. Die Stadt verabschiedete gestern ein entsprechendes Gesetz. Verboten werden Wegwerfprodukte aus Plastik, unter anderem Strohhalme, Plastikbesteck und Kaffeekapseln.

    Mexiko-Stadt mit seinen neun Millionen Einwohnern im Ballungsgebiet, sowie weiteren elf Millionen Einwohnern in umliegenden Gemeinden, ist für eine lebhafte Streetfood- und Mitnehmkultur bekannt. Geschäfte und Unternehmer haben nun mehr als ein Jahr Zeit, auf biologisch abbaubare Produkte umzusteigen. Abgeordnete sagen, angesichts der Menge an Müll in der Stadt sei die Maßnahme notwendig, damit sich Unternehmen auf umweltfreundlichere Produkte umstellen. Welche Strafen bei Verstößen drohen, wurde zunächst nicht mitgeteilt.