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Entwicklungsminister Müller: In Herkunftsländer investieren | BR24

© dpa/pa/Thomas Trutschel

Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) spricht am 19.09.2016 in New York vor dem Auftakt des UN Flüchtlingsgipfels

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    Entwicklungsminister Müller: In Herkunftsländer investieren

    Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) hat eine neue globale Flüchtlingspolitik gefordert. "Es setzt sich die Erkenntnis durch, dass es ein 'Weiter so' nicht geben kann", sagte der CSU-Politiker der "Passauer Neuen Presse".

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    "Wir brauchen eine neue globale Entwicklungspolitik. Wenn wir nicht mehr Kraft in die Lösung der Probleme vor Ort investieren, kommen die Probleme zu uns." Entwicklungsminister Gerd Müller

    Jeder Euro, "den wir vor Ort in den Herkunftsländern investieren", habe "30 bis 40 Mal so viel Wirkung wie bei uns zu Hause", sagte der Minister nach dem UN-Flüchtlingsgipfel in New York. Wer seine Kinder in die Schule schicken könne und einen Job habe, begebe sich nicht in die Hände von kriminellen Schleppern, um den tödlichen Weg durch die Sahara oder über das Mittelmeer nach Europa zu wagen.

    Kritik an Golfstaaten

    Scharfe Kritik äußerte Müller an der Zahlungsmoral einiger Staaten mit Blick auf die Hilfszahlungen, die auf der internationalen Syrien-Konferenz vereinbart worden waren. Eine ganz Reihe von Staaten müssten noch den Beweis zu erbringen, dass sie es mit den Zusagen ernst meinten, sagte der Minister. Namentlich erwähnte er die reichen Golfstaaten, "in denen die Ölquellen sprudeln, nicht aber die Solidarität mit den Flüchtlingen".