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Entwicklungshilfeminister Gerd Müller

Hilfe zur Selbsthilfe - das einzige Mittel für Entwicklungshilfeminister Gerd Müller, die Probleme auf dem afrikanischen Kontinent zu lösen und so auch die andauernde Migration zu stoppen. Denn die Flüchtlinge, die sich täglich auf den Weg nach Europa machen, werden nicht weniger.

"Europa muss Afrika ernst nehmen"

Morgen reist der CSU-Minister Müller wieder nach Afrika. Sieben Länder, unter anderen Eritrea, Äthiopien und Mosambik, will er dort besuchen und mit ihnen über seinen "Marshallplan für Afrika" sprechen. Europa soll demnach auf dem Kontinent investieren, aber auch Afrika muss laut Müller mehr leisten.

In der Rundschau im BR-Fernsehen forderte Müller, die Rahmenbedingungen für europäische Investitionen auf dem afrikanischen Kontinent zu verbessern. Und er forderte, Afrika ernst zu nehmen. So müsse Europa afrikanische Produkte "wirklich" auf seinen Märkten zulassen. Für junge Menschen in Afrika entstünden so neue Zukunftsperspektiven.

Über sechs Millionen Afrikaner auf der Flucht

Das UN-Flüchtlingshilfswerk geht davon aus, dass in Afrika inzwischen über sechs Millionen Menschen auf der Flucht sind. Besonders betroffen ist der Osten des Kontinents. Besonders betroffen ist der Osten des Kontinents. Immer wieder kommt es hier zu bewaffneten Konflikten wie im Südsudan – oder zu Hungersnöten wie in Somalia.

Getrieben von Gewalt, Hunger oder Perspektivlosigkeit wagen immer mehr die gefährliche Reise nach Europa. Viele zahlen dafür einen hohen Preis. Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration sind allein in diesem Jahr mindestens 1.500 Flüchtlinge im Mittelmeer ertrunken – so viele wie noch nie zuvor.

Autoren

Jannik Pentz
BR24 Redaktion

Sendung

Rundschau vom 22.08.2018 - 16:30 Uhr