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Entspannung in Venedig - Unwetter-Alarm in Teilen Italiens | BR24

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In Venedig ist nach tagelangem Hochwasseralarm Entspannung in Sicht. In der Emilia-Romagna und in der Toskana ist die Lage dagegen nach wie vor angespannt.

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Entspannung in Venedig - Unwetter-Alarm in Teilen Italiens

Der Markusplatz steht zwar noch unter Wasser, aber in Venedig entspannt sich die Hochwasserlage etwas. In anderen Teilen Italiens sind dagegen noch riesige Gebiete überflutet. Einsatzkräfte mussten Bewohner mit Luftkissenbooten retten.

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Nach dem tagelangen Hochwasseralarm in Venedig ist nun etwas Entspannung in Sicht. Für die kommenden Tage würden niedrigere Wasserstände erwartet, teilte die Kommune mit. Die Schulen sollten heute wieder öffnen. Aufräumarbeiten laufen.

Die schweren Hochwasserschäden in Venedig sollen nach den Vorstellungen von Bürgermeister Luigi Brugnaro auch mit Geldspenden aus dem Ausland beseitigt werden. Venedig gehöre zum "Erbe der ganzen Welt" und werde "mit Eurer Hilfe neu erstrahlen", erklärte Brugnaro. Der Politiker schätzt die Schäden auf etwa eine Milliarde Euro.

Dritte Flutwelle binnen einer Woche

Am Sonntag hatte er den Markusplatz aus Sicherheitsgründen erneut absperren lassen, bis sich die Wassermassen nach einer neuen Flut von 1,50 Meter allmählich zurückzogen. Es war die dritte Flutwelle binnen einer Woche, die die Lagunenstadt traf.

Venedig verzeichnete die schlimmsten Überschwemmungen seit fast 150 Jahren. In der vergangenen Woche hatte das Hochwasser zeitweise 1,87 Meter erreicht, den höchsten Wert seit 50 Jahren und nur wenig unter der Rekordflut von 1,94 Meter im Jahr 1966. Unter normalen Umständen gelten 80 bis 90 Zentimeter als hoch, aber noch zu bewältigen.

Unwetter-Alarm in der Emilia-Romagna und der Toskana

In Teilen Italiens herrscht unterdessen immer noch Unwetter-Alarm. Vor allem in den Regionen Emilia-Romagna um Bologna und in der Toskana war die Lage angespannt. In der Toskana warnten die Behörden vor einer Flutwelle des Arno, die in Florenz und Pisa Schäden verursachen könnte. Rettungskräfte holten Bewohner mit Luftkissenbooten und Hubschraubern aus überfluteten Gebieten.

Neue Niederschläge in Südtirol

In Südtirol richteten heftige Schneefälle am Sonntag Chaos an. Der Höhepunkt der Niederschläge sei erreicht, twitterte Landesmeteorologe Dieter Peterlin. Im Großteil Südtirols seien in den letzten 24 Stunden zwischen 50 und 70 Liter Niederschlag pro Quadratmeter registriert worden. Am Dienstag soll es wieder regnen oder schneien.