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IS-Entführung in Syrien: Neuseeland sucht nach Krankenschwester | BR24

© International Committee of The Red Cross/AP Photo

Rotes Kreuz meldet Entführung in Syrien nach über fünf Jahren

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    IS-Entführung in Syrien: Neuseeland sucht nach Krankenschwester

    Die neuseeländische Krankenschwester Louisa Akavi wurde vor über fünf Jahren entführt uns soll sich seitdem in Gefangenschaft der Terrormiliz IS befunden haben. Zwischenzeitlich glaubte man, sie lebe nicht mehr. Nun wurde sie offenbar erneut gesehen.

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    Eine neuseeländische Krankenschwester und Hebamme des Roten Kreuzes ist seit fast sechs Jahren wohl in Gefangenschaft der Terrormiliz IS in Syrien - laut dem Bericht eines Augenzeugen könnte sie noch am Leben sein. Das teilte die Hilfsorganisation mit.

    Entführung der Krankenschwester geheim gehalten

    Die Information über ihre Entführung war während der vergangenen sechs Jahre von Neuseeland in Kooperation mit internationalen Medien geheim gehalten worden, um das Leben der 62-jährigen Louisa Akavi zu schützen.

    Ende der Terrormiliz IS

    Mit dem Zusammenbruch der Herrschaft des sogenannten Islamischen Staates wuchs die Hoffnung, die Frau und ihre beiden syrischen Fahrer, die mit ihr entführt worden waren, wiederzufinden. Zuerst hatte die "New York Times" über den Fall berichtet.

    Vermisste wurde in Klinik in Sousa gesehen

    Im Dezember 2018 sei sie demnach von mindestens zwei Personen in einer Klinik in dem Dorf Sousa gesehen worden, einem der letzten Stützpunkten des sogenannten IS. Auch 2016 und 2017 habe es Berichte gegeben, wonach sie gesehen worden sei, teilte das Rote Kreuz mit.

    Neuseeland arbeitet mit Rotem Kreuz zusammen

    "Wir arbeiten weiter (mit dem Roten Kreuz) zusammen, um sie ausfindig zu machen und zu retten", sagte der neuseeländische Außenminister Winston Peters. Es handele sich um einen einmalig komplizierten Fall. Dominik Stillhart vom Roten Kreuz rief jeden, der Informationen zu Akavi hat, dazu auf, diese mitzuteilen.

    2013 entführt - Verhandlungen und Rettungsversuch scheitern

    Akavi war 2013 in der Stadt Idlib im Nordwesten Syriens gefangen genommen worden. Es soll eine Lösegeldforderung gegeben haben. Verhandlungen in den Jahren 2013 und 2014 waren nach Angaben des Roten Kreuzes nicht erfolgreich.

    2014 gehörte sie einer Gruppe von IS-Gefangenen an, die von der Terrorgruppe an einen anderen Ort gebracht wurden - nur Stunden vor einem Rettungseinsatz von US-Militärs.

    Medizinische Fähigkeiten als Lebensretter?

    Die neuseeländische Regierung glaubte zwischenzeitlich, Akavi lebe nicht mehr. Sie könnte aber als menschliches Schutzschild missbraucht worden sein. Man hofft auch, dass Akavi wegen ihrer medizinischen Fähigkeiten verschont wurde.

    Akavi kommt von den Cookinseln und lebte vor ihrer Entführung in einer Kleinstadt nördlich der neuseeländischen Hauptstadt Wellington.