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Fläschchen des Impfstoffs von Pfizer-BioNTech

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    EU-Behörde gibt grünes Licht für Corona-Impfstoff von Biontech

    Die europäische Arzneimittel-Behörde hat den Biontech-Pfizer-Impfstoff gegen Corona genehmigt. Als nächstes wird ein positiver Bescheid der EU-Kommission erwartet. Die Impfungen in Deutschland sollen dann am 27. Dezember beginnen.

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    • BR24 Redaktion

    Die europäische Arzneimittelbehörde EMA gibt grünes Licht für den Einsatz des Covid-19-Impfstoffs von Biontech und Pfizer. Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der EMA empfahl am Montag eine bedingte Zulassung des Impfstoffs. Er ist bereits in Großbritannien, den USA und einigen anderen Ländern zum Einsatz gekommen.

    In Kürze wird auch mit der Zustimmung der EU-Kommission gerechnet. Sie erwarte eine Entscheidung bis zum Abend, schrieb EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Montag auf Twitter. "Nun werden wir schnell handeln."

    Erst EMA, dann EU, dann Paul-Ehrlich-Institut

    Auf Druck von Deutschland und anderen EU-Staaten, hatte die EMA in Amsterdam ihre Prüfung der Impfzulassung bereits um acht Tage vorgezogen. Nach der positiven Beurteilung durch die EMA soll noch am 23.12. die Zulassung durch die EU-Kommission erfolgen. Die konkreten Impfstoff-Chargen müssen zudem noch vom deutschen Paul-Ehrlich-Institut geprüft werden.

    Es ist geplant, dass die Impfungen mit dem Biontech-Impfstoff in Deutschland und dem Rest der EU, ab dem 27. Dezember beginnen sollen. Die Impfdosen hatte die EU gemeinsam bestellt - in welchem Umfang die einzelnen Mitgliedsstaaten darauf Anspruch haben, richtet sich nach ihrer Bevölkerungszahl.

    In dieser Reihenfolge wird geimpft

    Für Deutschland hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn per Verordnung festgelegt, in welcher Reihenfolge die Bürger Anspruch auf eine Corona-Impfung haben. Als erstes sollen Menschen ab 80 Jahren sowie Bewohner und Mitarbeiter von Pflegeheimen geimpft werden.

    Auf Rang zwei folgen Demenzkranke, Menschen mit Trisomie 21, Transplantationspatienten sowie Menschen in Asyl- oder Obdachlosenunterkünften. Zur dritten Gruppe gehören alle ab 60, weitere Risikopatienten sowie Mitarbeiter von Polizei, Feuerwehr und anderen Behörden, Beschäftigte im Lebensmitteleinzelhandel und Saisonarbeiter.

    So sollen die Impf-Termine vergeben werden

    Die Terminvergabe erfolgt über die Impfstelle oder im Laufe des Januars 2021 online. Sobald die Online-Anmeldung verfügbar ist, soll sie auf der Internetseite des bayerischen Gesundheitsministeriums als Link zur Verfügung stehen. Die telefonischen Kontaktdaten werden in allen örtlichen Medien veröffentlicht. Die Impfzentren vergeben die Termine zur Impfung je nach Verfügbarkeit an entsprechend priorisierte Personengruppen.

    Neben der Terminbestätigung sollte der Impfausweis, falls vorhanden, zu der Impfung mitgebracht werden - ebenso wie wichtige Unterlagen zu denen, laut dem bayerischen Gesundheitsministerium etwa ein Herzpass, ein Diabetikerausweis oder eine Medikamentenliste zählen. Die Corona-Impfung wird, wie jede andere Impfung auch, im Impfausweis oder in einer Impfbescheinigung dokumentiert.

    Bereits an Covid-19-Erkrankte werden später geimpft

    Jens Spahn hat bereits um Geduld gebeten, um die Impfzentren zu Beginn nicht zu überlasten. Man selbst muss nicht aktiv werden, die zuständigen Behörden und Ärzte informieren jede privat Person, wann sie sich impfen lassen kann. Wer bereits eine Infektion mit Sars-CoV-2 nachweislich durchgemacht hat, wird zunächst nicht geimpft.

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