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Starlink-Satellit mit Blick auf die Erde

Starlink-Satellit mit Blick auf die Erde

Bildrechte: picture alliance / Newscom | SPACEX
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    Elon Musk unterstützt Ukraine mit Starlink-Internetdienst

    Tesla-Chef Elon Musk ermöglicht den Ukrainern Zugriff auf sein Satellitennetzwerk. Er teilte mit, der Starlink-Dienst sei jetzt in der Ukraine aktiv. Die Internetverbindung in der Ukraine ist durch die russische Invasion stark beeinträchtigt.

    Von
    Gerhard BrackGerhard BrackChristian SchifferChristian Schiffer
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    Der US-Unternehmer Elon Musk versorgt die bedrängte Ukraine mit besserem Zugang zum Internet. Der Satelliten-Internetdienst Starlink seiner Raumfahrtfirma SpaceX sei in der Ukraine aktiviert, gab Musk auf Twitter bekannt. Er reagierte damit auf einen Tweet des ukrainischen Ministers für digitale Transformation, Mychailo Fedorow. Dieser hatte geschrieben, während Musk versuche, "den Mars zu kolonisieren", versuche Russland, die Ukraine zu besetzen. Fedorow rief Musk auf, sein Land mit Starlink-Stationen zu versorgen.

    Elon Musk: "Weitere Terminals auf dem Weg"

    Musk twitterte am Samstag zurück: "Starlink-Dienst ist jetzt in der Ukraine aktiv. Weitere Terminals auf dem Weg." Starlink ist ein satellitenbasiertes Internetsystem, das abgelegenen Gebieten weltweit Internetzugang verschaffen soll. Es wird seit Jahren von SpaceX aufgebaut und wird beworben als "ideal geeignet" für Gegenden, in denen der Internetzugang unzuverlässig oder nicht vorhanden ist.

    Internetausfälle in der Ukraine durch zerstörte Gebäude und Kabel

    Gestern hatte die in London ansässige Netz-Beobachtungsstelle NetBlocks gemeldet, das Internet in der Ukraine sei stark beeinträchtigt. Einen kompletten Blackout habe es nach der russischen Invasion zwar bisher nicht gegeben. Aber der Internetverkehr sei eingeschränkt, was auf unterbrochene Netzverbindungen und die Zerstörung von Gebäuden zurückgehe. Störungen würden die Möglichkeiten von zivilen Verteidigungsgruppen einschränken, sich zu organisieren. NetBlocks verfolgt Internetausfälle weltweit.

    Projekt Starlink ist umstritten

    Musks Projekt eines Satelllitennetzwerks im Weltall ist umstritten. Es benötigt eine hohe Anzahl Satelliten. Derzeit sind rund 1.800 Satelliten für Starlink im Weltraum und zehntausende weitere in Planung. Mit der Zahl der Satelliten wächst aber auch die Gefahr von Kollisionen, wodurch weiterer Weltraum-Müll entstehen kann. Auch sind die Internetverbindungen durch Satelliten-Internet sehr viel langsamer als erdgebundene Glasfaserkabel.

    Allerdings war vor Kurzem beim Vulkanausbruch auf der südpazigischen Insel Tonga, als das Eiland durch schwere Schäden am Unterseekabel wochenlang von der sonstigen Internetversorgung abgeschnitten war, zu sehen, dass Starlink tatsächlich im Krisenfall einspringen und die Internetversorgung übernehmen kann in Gegenden, wo es gerade sonst keine Internetverbindung gibt.

    (mit Informationen von AP und Reuters)

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