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Einstiger Chefstratege: Trump begnadigt Bannon | BR24

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Donald Trump und Steve Bannon im Weißen Haus am 22.01.2017.

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    Einstiger Chefstratege: Trump begnadigt Bannon

    Nur noch wenige Stunden ist Trump US-Präsident - diese Zeit nutzt er für eine Reihe von Begnadigungen. Laut Weißem Haus zählt dazu auch sein früherer Chefstratege Steve Bannon.

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    • tagesschau.de

    An seinem letzten Tag im Amt hat US-Präsident Donald Trump die Entscheidung getroffen, seinen früheren Chefstrategen Steve Bannon zu begnadigen, wie das Weiße Haus mitteilte.

    Bannon ist Mitgründer der Internetplattform "Breitbart" und gehört zu den einflussreichsten Stimmen im ultra-konservativen Lager der US-Politik. Er war im August 2020 festgenommen worden wegen Vorwürfen, Geld aus einer Online-Spendenaktion für den Bau einer Mauer zu Mexiko abgezweigt zu haben.

    Prozess sollte im Mai beginnen

    Bannon plädierte auf "nicht schuldig" und wurde gegen Kaution freigelassen. Er stellt sich als Opfer politischer Verfolgung dar. Das Gerichtsverfahren in dem Fall sollte im Mai 2021 beginnen. Bannon war 2016 zu Trumps Team gestoßen und übernahm die Leitung des Wahlkampfs. Dem 67-Jährigen wird ein maßgeblicher Anteil am damals überraschenden Erfolg Trumps zugeschrieben.

    Nach dem Wahlsieg wurde Bannon Trumps Chefstratege, musste aber 2017 seinen Hut nehmen. Kritiker werfen Trump vor, von der Begnadigungsbefugnis insbesondere für ihm nahe stehende Personen Gebrauch gemacht zu haben. Insgesamt gewährte er mit dem jetzigen Beschluss 143 Personen Begnadigungen beziehungsweise Strafmilderungen. Auch Rap-Stars und ehemalige Kongressabgeordnete waren darunter.

    Loyale Weggefährten begnadigt

    Kurz vor Weihnachten hatte er bereits mehrere loyale Weggefährten begnadigt, darunter den einstigen Leiter seines Wahlkampfteams, Paul Manafort. Im Juli 2020 hatte er seinem langjährigen Vertrauten Roger Stone die Gefängnisstrafe erlassen.

    Die Begnadigung Bannons ist auch deshalb bemerkenswert, weil der frühere Chefstratege zwar angeklagt ist, allerdings bislang nicht verurteilt. In der Regel begnadigen US-Präsidenten vor allem bereits Verurteilte.

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