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Einigung mit Opfern: Weinstein will sich offenbar freikaufen | BR24

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Im Skandal um mutmaßliche sexuelle Belästigung durch Ex-Filmmogul Weinstein dürfte ein großer Teil der Klagen gegen ihn bald beigelegt werden. Er soll Entschädigungen in Höhe von 44 Millionen Euro zahlen.

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Einigung mit Opfern: Weinstein will sich offenbar freikaufen

Im Skandal um mutmaßliche sexuelle Belästigung durch Ex-Filmmogul Weinstein dürfte ein großer Teil der Klagen gegen ihn bald beigelegt werden. Er soll Entschädigungen in Höhe von 44 Millionen Euro zahlen.

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Der ehemalige Hollywood-Produzent Harvey Weinstein hat laut einem Medienbericht in seinem Zivilverfahren wegen sexueller Übergriffe eine vorläufige Vereinbarung über eine Millionenentschädigung erzielt. Die außergerichtliche Regelung, die sämtliche Opfer und Gläubiger betreffe und auch die Verfahren in Kanada und Großbritannien einschließe, belaufe sich auf 44 Millionen Dollar (39,4 Millionen Euro), berichtete das "Wall Street Journal".

Weinstein hatte - unfreiwillig - die "MeToo-Bewegung" ins Rollen gebracht, als ihm im Jahr 2017 mehr als 80 Frauen Belästigung, sexuellen Missbrauch und Vergewaltigung vorwarfen.

Strafverfahren läuft weiter

Weinsteins Sprecher wollte sich zu dem Bericht bisher nicht äußern, Die Einigung würde allerdings nur die Zivilverfahren betreffen. Das derzeit in New York laufende Strafverfahren gegen ihn, in dem es um eine Vergewaltigung und erzwungenen Oralverkehr geht, ist davon nicht betroffen.

Sollte Weinstein in den beiden Fällen schuldig gesprochen werden, droht ihm eine lebenslange Haft. Der eigentliche Prozess soll im September beginnen. Weinstein bestreitet bis heute, dass es jemals zu nicht einvernehmlichem Geschlechtsverkehr mit den betroffenen Frauen gekommen sei.