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Einigung: Erntehelfer dürfen begrenzt einreisen | BR24

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Viele Obst- und Gemüsebauern bangten um ihre Ernten, wegen des Einreiseverbots für Saisonarbeitskräfte. Jetzt dürfen sie unter Sicherheitsauflagen doch kommen. Darauf haben sich Landwirtschaftsministerin Klöckner und Innenminister Seehofer geeinigt.

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Einigung: Erntehelfer dürfen begrenzt einreisen

Landwirtschaftsministerin Klöckner und Innenminister Seehofer haben sich auf eine begrenzte Einreise von benötigten Erntehelfern geeinigt. Im April und Mai sollen jeweils bis zu 40.000 Saisonarbeiter unter strengen Auflagen einreisen dürfen.

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Das Bundesinnenministerium und das Bundeslandwirtschaftsministerium haben sich auf ein gemeinsames Vorgehen für die Einreise von Saisonarbeitskräften geeinigt. Ziel sei es, die derzeit notwendigen strengen Vorgaben des Infektionsschutzes mit den Erfordernissen in der Landwirtschaft in Einklang zu bringen.

Einreisestopp wird gelockert

Bis zum Einreisestopp, der in der vergangenen Woche verhängt wurde, waren demnach 20.000 Arbeitskräfte eingereist, benötigt würden aber 100.000 Saisonarbeiter in der Landwirtschaft. Nach und nach, so der Beschluss beider Ministerien, dürfen nun bis Ende Mai noch 80.000 Saisonarbeiter aus Osteuropa in Gruppen einreisen. Klöckner betonte, dass “es keine stundenlangen Busfahrten durch Europa” geben werde, sondern eine Ein- und Aureise “ausschließlich mit dem Flugzeug” passiere. Vorgesehen ist ebenso eine Gesundheitsprüfung. Liegen Anhaltspunkte auf eine Corona-Infektion vor, soll die Einreise verweigert werden. Die neu eingereisten Helfer müssen demnach in den ersten 14 Tagen nach ihrer Ankunft getrennt von anderen Beschäftigten arbeiten und dürfen den Betrieb nicht verlassen.

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Anwerbung von inländischen Arbeitnehmern

Zu den Saisonkräften aus Osteuropa will die Regierung im April und Mai noch zusätzlich jeweils 10.000 Arbeitskräfte für die Landwirtschaft anwerben, wie zum Beispiel Kurzarbeiter, Arbeitslose, Studierende oder Asylbewerber.

Bürger wollen mithelfen

Die Bereitschaft der Menschen im Freistaat, als Erntehelfer zu arbeiten sei "riesengroß", bestätigte auch die bayerische Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber. Das zeige sich auf der Online-Plattform zur Suche nach Arbeitskräften. "Es haben sich schon über 40 000 Menschen eingetragen, vom Kurzarbeiter über den Studenten. Jeder will da mit anpacken".

Kaniber unterstützte ebenfalls die Forderung des Bauernverbands, die Grenzen für Erntehelfer zu öffnen. Es sei aber wichtig zu prüfen, dass die Menschen gesund ins Land kommen und es wieder gesund verlassen.

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Klöckner: "Saisonarbeitskräfte dürfen unter Auflagen einreisen"

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