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Einigung der Bundesländer: Online-Glücksspiele künftig legal | BR24

© Axel Heimken/dpa

Illegale Online-Glücksspiele sollen ab dem kommenden Jahr legalisiert werden - doch auch der Spielerschutz wird intensiviert.

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    Einigung der Bundesländer: Online-Glücksspiele künftig legal

    Online pokern oder in virtuellen Casinos spielen - ab Mitte 2021 soll das erlaubt sein. Die Bundesländer einigten sich auf einen neuen Glücksspiel-Staatsvertrag. Doch grenzenlosem Zocken wollen sie einen Riegel vorschieben.

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    Die Bundesländer haben sich nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios auf den Entwurf eines Glücksspiel-Staatsvertrag geeinigt. Demnach sollen bisher illegale Glücksspiele im Internet wie Online-Poker, Online-Casinos oder Online-Automatenspiele künftig erlaubt sein. Geplant sind auch strenge Regeln zum Spielerschutz. So soll es bei Glücksspielen im Internet ein monatliches Einzahlungslimit von 1000 Euro geben.

    Spielerschutz soll gewährleistet werden

    Eingeführt werden soll außerdem eine Sperrdatei, in der Zocker mit Selbst- oder Fremdsperre erfasst werden sollen. Dies betrifft etwa Online-Casinos, Online-Poker und Sportwetten. Die Sperrdatei wird bei einer neuen deutschlandweiten Aufsichtsbehörde geführt.

    Anbieter müssen alle Spieldaten für die Behörde zu Kontrollzwecken abrufbar halten - diese soll so prüfen, ob Spielverläufe zu Lasten von Spielern manipuliert oder Regulierungsvorgaben verletzt wurden.

    Für jeden Spieler müssen Anbieter ein Spielkonto einrichten. Veranstalter von Sportwetten, Online-Casinospielen, Online-Poker und virtuellen Automatenspielen im Internet müssen ein "automatisiertes System" zur Früherkennung von glücksspielsuchtgefährdeten Spielern und von Glücksspielsucht einsetzen.

    Werbung unter Bedingungen gestattet

    Für Glücksspiele im Internet darf künftig unter bestimmten Voraussetzungen auch Werbung gemacht werden. Sportwetten im Internet sollen im Vergleich zur bisherigen Rechtslage deutlich ausgeweitet werden. Ereigniswetten werden dem Entwurf zufolge zugelassen - es soll aber angesichts von Manipulationsgefahren Einschränkungen bei Live-Wetten geben.

    Die Länder hatten seit langem um eine Neuregelung des deutschen Glücksspielmarktes gerungen. Diese ist notwendig, weil es in den vergangenen Jahren massive Veränderungen gegeben hat mit einem Boom von bisher nicht regulierten Glücksspielen im Internet. Derzeit hat als einziges Bundesland Schleswig-Holstein Lizenzen für Online-Glücksspiele vergeben.

    Regelung soll ab Juli 2021 gelten

    Unter Federführung der nordrhein-westfälischen Staatskanzlei wurde nun eine Einigung erzielt. Die Ministerpräsidenten sollen dem neuen Staatsvertrag Anfang März grundsätzlich zustimmen. Er muss dann noch von den einzelnen Landesparlamenten ratifiziert werden. Der neue Staatsvertrag soll am 1. Juli 2021 in Kraft treten - dann läuft der bisherige aus.