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Stationen eines Dramas: die Chronologie des Brexit | BR24

© picture alliance / AP Photo / Virginia Mayo

Großbritanniens ehemaliger Premierminister David Cameron

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    Stationen eines Dramas: die Chronologie des Brexit

    Heute müssen die anderen 27 EU-Staaten darüber abstimmen, ob sie Großbritannien eine weitere Verschiebung des Austritts aus der Europäischen Union zugestehen. Ein weiterer Akt im Brexit-Drama. Was bisher geschah: eine Chronologie.

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    23. Januar 2013

    Premierminister David Cameron kündigt ein Referendum über die britische Mitgliedschaft in der Europäischen Union an, um die EU-Rebellen in seiner konservativen Partei ruhig zu stellen und den Aufstieg der EU-feindlichen UKIP zu bremsen. Ein baldiges Referendum ist aber unwahrscheinlich: Camerons Koalitionspartner, die Europa-freundlichen Liberaldemokraten, sind strikt gegen eine Volksabstimmung über die EU-Mitgliedschaft.

    7. Mai 2015

    Camerons Konservative gewinnen bei der Unterhauswahl überraschend die absolute Mehrheit. Ohne die Liberaldemokraten muss der Premierminister jetzt das Referendum liefern. In Verhandlungen mit Brüssel erreicht er eine Notbremse, die den Zuzug von EU-Bürgern nach Großbritannien begrenzen soll. Cameron empfiehlt danach den Briten, für den Verbleib in der Europäischen Union zu stimmen.

    23. Juni 2016

    Die Briten stimmen über die EU-Mitgliedschaft ab. Am nächsten Morgen wachen sie mit dem überraschenden Ergebnis auf, dass 52 Prozent für den Austritt gestimmt haben, 48 Prozent für den Verbleib. David Cameron kündigt daraufhin seinen Rücktritt an.

    13. Juli 2016

    Die Konservativen machen die bisherige Innenministerin Theresa May zur Vorsitzenden und neuen Regierungschefin. Pläne für den Austritt findet sie nicht vor: In der Regierung hatte niemand damit gerechnet, dass die Bürger sich für den Austritt entscheiden.

    29. März 2017

    Theresa May schickt endlich den offiziellen Kündigungsbrief nach Brüssel. Damit beginnt jetzt die zweijährige Frist für die Austrittsverhandlungen.

    8. Juni 2017

    Die Premierministerin hat die Unterhauswahl vorgezogen, um die konservative Mehrheit auszubauen. Anders als in den Meinungsumfragen vorhergesagt, verlieren die Konservativen aber die Mehrheit.

    19. Juni 2017

    Die Brexit-Verhandlungen in Brüssel beginnen. Es sind schwierige, komplizierte Gespräche. Die Briten wollen weiter freien Handel ohne Hindernisse mit der EU treiben, aber auch eigene Handelsabkommen mit anderen Ländern schließen und den freien Zuzug von EU-Bürgern auf die Insel beenden. Brüssel lehnt das als Rosinenpickerei ab.

    25. November 2018

    Der Europäische Rat billigt nach langem Hin und Her in den Verhandlungen das Austrittsabkommen und die Erklärung über die zukünftige Partnerschaft mit Großbritannien.

    15. Januar 2019

    Theresa May legt das Austrittsabkommen dem Unterhaus in London vor und kassiert eine Niederlage. Sie versucht es in den kommenden Wochen noch zwei Mal. Ohne Erfolg, das britische Parlament bleibt beim Nein zum Austrittsabkommen.

    29. März 2019

    An diesem Tag sollte Großbritannien eigentlich austreten. Weil es aber kein gültiges Austrittsabkommen gibt und der No-Deal-Brexit droht, haben die Staats- und Regierungschefs der EU einer Verschiebung auf den 12. April zugestimmt.

    10. April 2019

    Die Premierministerin spricht inzwischen mit der Labour-Opposition über einen Brexit-Kompromiss, aber ein gültiges Austrittsabkommen gibt es immer noch nicht. Der EU-Gipfel muss entscheiden, ob der Austritt erneut verschoben wird, oder ob die Briten die Europäische Union am Wochenende ohne Deal verlassen.