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Ein Jahr Premierminister: Boris Johnsons turbulente Amtszeit | BR24

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An Turbulenzen hat es Boris Johnson in seinem ersten Jahr als Premierminister nicht gemangelt. Erst Neuwahlen, ein deutlicher Wahlsieg und dann die schweren Verhandlungen zum Austritt aus der EU. Die Corona-Krise betraf ihn ganz persönlich.

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Ein Jahr Premierminister: Boris Johnsons turbulente Amtszeit

An Turbulenzen hat es Boris Johnson in seinem ersten Jahr als Premierminister nicht gemangelt. Erst Neuwahlen, ein deutlicher Wahlsieg und dann die schweren Verhandlungen zum Austritt aus der EU. Die Corona-Krise betraf ihn ganz persönlich.

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Anfang April kam der britische Premierminister Boris Johnson mit einer Corona-Infektion auf die Intensivstation. Es war ein Schreckensmoment für die Briten, auch wenn Johnson ein Jahr nach seinem Amtsantritt nicht unumstritten ist. Tage vor seiner Erkrankung hatte er in einem Krankenhaus noch Corona-Patienten die Hänge geschüttelt. Lange unterschätzte der Premierminister die Gefahr des Virus. Diese Fehleinschätzung war nicht die einzige in seinem ersten Jahr als Premierminister in der 10 Downing Street.

Let’s get Brexit done

Zum Amtsantritt versprach er seinen Landsleuten einen schnellen Austritt aus der Europäischen Union. Doch daraus wurde nichts. Nach Widerstand von seinem Parlament schickte Johnson dieses kurzerhand in den Zwangsurlaub. Dieser hielt nicht lang an, denn der Regierungschef kassierte umgehend eine Rüge vom Obersten Gerichtshof.

Immerhin konnte Johnson schließlich Neuwahlen erreichen, die Unterhauswahl fand in der Weihnachtszeit statt. Für einen Werbeclip seiner Konservativen verwendete Johnson eine Vorlage aus dem Weihnachtsfilm "Love Actually". Es schien zu wirken. Die Wahl bescherte Johnson einen Sieg mit deutlicher Mehrheit. Einen so großen Vorsprung hatte es für die Konservativen seit Margaret Thatcher nicht mehr gegeben.

Das neue "Global Britain"

Seitdem will Johnson das Land umkrempeln und Geld in Infrastruktur, Verkehr und die Digitalisierung investieren. Dazu gehört außerdem ein schlankerer Regierungsapparat in London und neue globale Handelsverträge. Mit Selbstvertrauen appelliert er an seine Landsleute: Wir müssen nur an uns selbst glauben, und an das, was wir schaffen können.

Fast nebenbei hat sich Boris Johnson in diesem ersten Jahr im Amt auch noch scheiden lassen, erneut geheiratet und ist auch noch einmal Vater geworden. König der Welt wollte er immer sein, so erzählte es seine Schwester einmal. Zum Premierminister des Vereinigten Königreichs hat es Boris Johnson immerhin schon geschafft. Der Inhalt seines ersten Amtsjahres würde jetzt schon für einen Kino-Mehrteiler reichen.

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