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Hauptverdächtiger nach Anschlägen von Sri Lanka gefasst | BR24

© dpa-Bildfunk

(Archivfoto) Nach den verheerenden Anschlägen vom Ostersonntag in Sri Lanka mit mehr als 250 Toten ist ein Hauptverdächtiger gefasst worden.

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Hauptverdächtiger nach Anschlägen von Sri Lanka gefasst

Es war ein blutiger Ostersonntag in Sri Lanka. Bei koordinierten Attacken starben Hunderte. In dem Land gab es danach Ausschreitungen. Nun meldet die internationale Polizeiorganisation Interpol einen Fahndungserfolg.

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Nach den verheerenden Anschlägen vom Ostersonntag in Sri Lanka mit mehr als 250 Toten ist ein Hauptverdächtiger gefasst worden. Der 29-jährige Mann aus Sri Lanka sei im Nahen Osten festgenommen und am Freitag zusammen mit vier anderen Verdächtigen an das Land ausgeliefert worden, teilte die Polizeiorganisation Interpol mit.

Anschläge von Sri Lanka: 29-Jähriger ist einer der Hauptverdächtigen

"Die Festnahme und Auslieferung eines der Hauptverdächtigen der Bombenanschläge in Sri Lanka ist ein wichtiger Schritt in der laufenden Untersuchung", erklärte Interpol-Generalsekretär Jürgen Stock laut Mitteilung. Der 29-jährige Ahamed Milhan Hayathu Mohamed wurde mit sogenannter Red Notice wegen Terrorismus und Mordes von der Polizeiorganisation gesucht. Interpol gab keine Details darüber bekannt, in welchem Land er im Nahen Osten gefasst wurde.

Interpol unterstützt Behörden in Sri Lanka bei der Aufklärung

Die internationale Polizeiorganisation Interpol schickte bereits kurz nach den Anschlägen ein Experten-Team nach Sri Lanka. Das Team wurde auf Ersuchen der sri-lankischen Behörden eingesetzt und solle die Ermittlungen nach der Anschlagsserie unterstützen. Es bestand aus Spezialisten mit Expertise in den Bereichen Tatortuntersuchung, Sprengstoff, Terrorismusbekämpfung und Opferidentifizierung.

Terroranschläge von Sri Lanka: Mehr als 250 Tote

Am Ostersonntag im April hatten neun Selbstmordattentäter Anschläge unter anderem auf drei christliche Kirchen und drei Luxushotels in Sri Lanka verübt. Dabei kamen mehr als 250 Menschen ums Leben. Die Attentäter gehörten nach Angaben der Regierung einer einheimischen Islamistengruppe an, die der Hassprediger Mohammed Zaharan gegründet hatte. Er sprengte sich in einem der Hotels in die Luft. Indische Geheimdienste hatten Sri Lanka vorab über Anschlagspläne von Zaharans Gruppe gewarnt. Der IS reklamierte die Anschläge für sich.