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Ecuador: Homo-Ehe erlaubt | BR24

© dpa-Bildfunk/Soledad Nunez

Führer von Lesben- und Schwulenverbänden in Ecuador feiern außerhalb des Gerichts in Quito die Erlaubnis der gleichgeschlechtlichen Ehe

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    Ecuador: Homo-Ehe erlaubt

    Ecuador hat als fünftes Land Südamerikas die gleichgeschlechtliche Ehe möglich gemacht. Die Diskussion wurde in dem katholisch geprägten Land im Vorfeld kontrovers geführt.

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    Das Verfassungsgericht in der ecuadorianischen Hauptstadt Quito gab am Mittwoch (Ortszeit) mit einer knappen Mehrheit von fünf zu vier Stimmen den Klagen von zwei homosexuellen Paaren statt. Auch bei der Definition der Ehe müsse jegliche Diskriminierung ausgeschlossen werden, teilten die Richter mit. In dem stark katholisch geprägten Land waren bislang nur gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften legal.

    Kontroverse Diskussion um mehr Rechte für homosexuelle Paare

    Vertreter von Lesben- und Schwulenverbänden feierten die Entscheidung als historisch. Zugleich verwiesen sie darauf, dass das Urteil des Verfassungsgerichts bindend sei. "Wir werden weiter kämpfen und uns nun für das Recht gleichgeschlechtlicher Paare auf die Adoption von Kindern einsetzen", sagte die Vorsitzende der Nationalen LGTBI-Vereinigung, Diane Rodríguez. Konservative Gruppen in Ecuador hatten gefordert, einer Entscheidung über die Homo-Ehe müsse eine Volksbefragung vorausgehen.

    Ausweitung der rechtlichen Gleichstellung homosexueller Partnerschaften in Südamerika

    In Südamerika ist die gleichgeschlechtliche Ehe bereits in Argentinien, Brasilien, Kolumbien und Uruguay eingeführt worden. Im mittelamerikanischen Costa Rica hatte der Oberste Gerichtshof die Homo-Ehe im August 2018 für legal erklärt und eine Frist von 18 Monaten bis zum Inkrafttreten gesetzt. Vorausgegangen war eine Empfehlung des Interamerikanischen Gerichtshofes, der seinen Sitz in Costa Rica hat und von zahlreichen Ländern Lateinamerikas anerkannt wird. Auch die Richter in Ecuador beriefen sich auf diese Empfehlung.