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Ebola-Epidemie im Kongo
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Claudia Grimmer
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Ebola-Epidemie im Kongo

Erschwert werden die Hilfsmaßnahmen im Kongo durch wiederholte Angriffe von bewaffneten Gruppen auf die Ärzte und Schwestern sowie durch Widerstand in den betroffenen Gemeinden. Die Sicherheitslage stelle die größte Herausforderung dar, sagte der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus, gefolgt vom Misstrauen der Bevölkerung. Bei Angriffen würden die Einsätze der Rettungskräfte gestoppt. "Wenn der Einsatz still steht, erhält das Virus einen Vorteil."

Wer sich mit Ebola infiziert, bekommt hohes Fieber und Blutungen. Die meisten Erkrankungen enden tödlich. Unicef, Homepage

Deutschland stockt Hilfe auf

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sagte am Donnerstag der Weltgesundheitsorganisation weitere 1,9 Millionen Euro Hilfe im Kampf gegen die Ebolakrankheit im Kongo zu. "Der Ausbruch muss gestoppt werden“, sagte Spahn. Die Mittel werden in einen Notfallfonds der WHO eingezahlt. Insgesamt hat die Bundesregierung damit in diesem Jahr zehn Millionen Euro für die Hilfe im Kongo bereitgestellt.

Besonders hart trifft die Krankheit die Kinder. Und nicht nur die, die selbst erkranken. Viele Mädchen und Jungen müssen mit dem Tod ihrer Eltern oder anderer geliebter Menschen umgehen. Unicef, Homepage

Ebola-Virus wütet immer wieder in Afrika

Seit der Entdeckung des Ebola-Virus 1976 kam es im Kongo bereits zehnmal zu einem Ausbruch der häufig tödlich endenden Krankheit. Mittlerweile versuchen die Rettungskräfte, einer weiteren Ausbreitung mit Impfungen Einhalt zu gebieten. Beim bislang schwersten Ausbruch 2013 bis 2016 erkrankten in Westafrika 28.000 Menschen. Der Virus gehört zu den gefährlichsten Erregern der Welt. Bei einer Epidemie vor vier Jahren starben insgesamt 11.000 Menschen in Liberia, Sierra Leone und Guinea.