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Diese Regeln für E-Scooter sollten Sie kennen | BR24

© pa / dpa / Julian Stratenschulte

Eine Frau fährt mit einem E-Scooter

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Diese Regeln für E-Scooter sollten Sie kennen

Eelektrische Tretroller dürfen jetzt offiziell auf die deutschen Straßen. Dabei gibt es einiges zu beachten. Wer darf wo fahren? Welche Versicherung braucht es? Wann ist ein Elektro-Roller verkehrstauglich? Hier die wichtigsten Infos.

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Wie muss ein verkehrstauglicher E-Scooter aussehen?

E-Scooter gelten laut Gesetz als "Elektrokleinstfahrzeuge". Eine Zulassung für den öffentlichen Straßenverkehr gibt es nur, wenn sie folgende Kriterien erfüllen:

  • die bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit darf nicht mehr als 20 Stundenkilometer betragen
  • ähnlich wie ein Fahrrad braucht der E-Roller eine Beleuchtung vorne und hinten plus Seitenreflektoren
  • zwei Bremsen, die unabhängig voneinander funktionieren, sind Pflicht
  • eine Klingel braucht der E-Roller auch – oder alternativ ein Signal eindeutig warnenden Charakters

Wer darf E-Roller fahren?

Zum Fahren eines E-Scooters braucht es keinen Führerschein, aber: Man muss mindestens 14 Jahre alt sein. Ein Helm ist nicht vorgeschrieben, empfiehlt sich aber, denn 20 km/h auf einem E-Roller sind schon eine gewisse Geschwindigkeit. Gefahren werden darf nur mit Versicherungsplakette sichtbar am Roller und einem kleinen quadratischen Nummernschild hinten.

Das Nummernschild vergeben die Zulassungsstellen, sofern man nachweisen kann, dass der E-Scooter straßenverkehrstauglich ist. Momentan sind in Deutschland allerdings nur zwei Modelle im Verkauf, die so einen Nachweis schon mitbringen. Manche Hersteller wollen nachrüsten, viele überlassen das den Kunden.

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E-Scooter werden jetzt also im Verkehr auftauchen, so viel ist klar, unklar dürften aber vielen noch ein paar Punkte sein.

Wo darf ich mit dem Elektro-Roller fahren?

E-Roller müssen Radwege oder Radfahrstreifen benutzen. Sind keine vorhanden, kann der E-Scooter zu den Autos auf die Fahrbahn. Gehsteige sind für E-Roller tabu.

E-Scooter und Alkohol

Bei E-Scootern gilt dasselbe Alkohollimit wie fürs Autofahren: Also ab 0,5 Prozent gibt es Fahrverbot und ein Bußgeld.

Welche Versicherung brauche ich?

E-Roller müssen eine Versicherungsplakette tragen, wenn sie im Straßenverkehr benutzt werden. In der Regel sind sie nicht in der Privathaftpflichtversicherung mitversichert. Weil sie einen Motor haben, gelten sie als Kraftfahrzeuge.

Einige Versicherungen wie DEVK oder die Württembergische bieten schon Verträge für E-Scooter. Andere wie Gothaer, HUK und Allianz legen solche gerade auf. Preislich wird sich das Ganze um die 40 Euro im Jahr bewegen, ähnlich wie bei Versicherungen fürs Mofa.

© pa / dpa / Julian Stratenschulte

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